2:0 in Oberhausen

Union Berlin hat Klassenerhalt so gut wie sicher

Dem 1. FC Union ist ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen: Beim Tabellen-17. RW Oberhausen siegten die Köpenicker nach Toren von Madouni und Peitz mit 2:0 und haben nun neun Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Dem 1. FC Union Berlin ist am Samstag der ersehnte Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelungen. Beim 2:0 (0:0)-Auswärtssieg bei Rot-Weiß Oberhausen versetzten die Berliner dem Gastgeber einen weiteren Rückschlag im Abstiegskampf und verbesserten sich mit nun 35 Punkten auf Rang 11 der 2. Bundesliga. Es war der erste Punktspiel-Erfolg der Köpenicker nach sechs Wochen. Oberhausen, das unter dem neuen Trainer Theo Schneider und seit insgesamt sechs Spielen sieglos bleibt, hat weiter vier Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 15. Union hat mit dem Sieg nach drei Unentschieden in Serie nun neun Zähler Abstand auf den Relegationsrang. „Es war sicher kein gutes Spiel von beiden Mannschaften. Aber wenn man auswärts gewinnt, ist mir das egal“, meinte Union-Trainer Uwe Neuhaus.

Vor 5527 Zuschauern erzielten bei Dauer-Regen die beiden Verteidiger Ahmed Madouni (70.) und Dominic Peitz (84.) jeweils nach Standardsituationen die Treffer. Madouni gelang sein erstes Tor für Union mit einem sehenswerten Direktschuss nach einem Eckball, ehe Peitz nach einem Freistoß von Paul Thomik per Kopf auf 2:0 erhöhen konnte. Mit dem vierten Auswärtssieg der Saison hielt eine lange Serie der Berliner, die in der 2. Liga gegen Oberhausen noch nie verloren haben.

„Das war ein ganz wichtiger Sieg. Wir haben lange für das Ziel Klassenerhalt gearbeitet und sind ihm nun einen schönen Schritt näher gekommen“, sagte Torschütze Peitz. „Wir wussten, dass wir hier was reißen können, wenn wir hinten gut stehen und vorn unsere Möglichkeiten nutzen.“ Madouni klagte über das schwierige Geläuf. „Der Platz war schwer zu bespielen. Mein Tor war ganz wichtig für mich und meinen Lauf“, meinte der Algerier.

Die ohne acht Stammspieler angetretenen Gastgeber taten sich lange Zeit schwer und hätten schon in der 30. Minute durch Karim Benyamina in Rückstand geraten können. Auch die Berliner mussten wegen Sperren auf drei Stammspieler verzichten: So fehlten in Kapitän Torsten Mattuschka, Stürmer John Jairo Mosquera, der gerade seinen Vertrag in Berlin bis 2014 verlängert hatte, und Linksverteidiger Patrick Kohlmann drei spieltragende Profis. Daher rückte Daniel Göhlert als „Doppel-Sechs“ neben Dominic Peitz, ein Spielzug, der sich am Ende bewährte.