Sieg gegen Paderborn

Vor 70.621 Fans - Hertha wieder die Nummer eins

Hertha BSC ist weiter auf Aufstiegskurs: Die Berliner haben am 28. Spieltag mit dem 2:0-Pflichtsieg gegen den SC Paderborn die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert.

Hertha BSC ist in Berlin wieder in, hat die Tabellenführung der 2. Fußball-Bundesliga zurückerobert und strebt weiter unaufhaltsam Richtung Erstliga-Rückkehr. Die Berliner gewannen vor der beeindruckenden Zahl von 70.621 Zuschauern im Olympiastadion gegen den SC Paderborn 2:0 (2:0) und liegen mit 59 Punkten nun neun Zähler vor einem Nicht-Aufstiegsplatz. Der schärfste Verfolger FC Augsburg (57) hatte am Freitag mit einem 2:0 bei Arminia Bielefeld zwischenzeitlich die Tabellenspitze übernommen. Für das Team von Markus Babbel trafen Pierre-Michel Lasogga (39.) und Kapitän Andre Mijatovic (45.+1).

"Die Fans haben uns mitgetragen. Das war ein schwerer Sieg heute, aber ich denke, er geht in Ordnung", sagte Babbel, der mit seinem Team in den letzten 13 Spielen nur einmal verlor: "Wir haben noch sechs schwierige Aufgaben vor uns. Es ist egal, wann wir den Aufstieg schaffen. Hauptsache wir schaffen ihn."

"Diesen Sieg schenken wir dem Trainer. Er hat immer davon geträumt, vor so einer Kulisse gegen Paderborn zu spielen", sagte Torschütze Mijatovic, der das Ziel der Herthaner wie seine Mannschaftskollegen auf einem T-Shirt trug. "Hey, was fürn Lauf, die Hertha steigt wieder auf", stand dort geschrieben. "Diese Fans sind großartig. Diese Stadt hat die erste Liga verdient", sagte Mijatovic weiter.

Die Gastgeber waren gegen die Paderborner, gegen die sie im Hinspiel die erste Saisonniederlage hatten einstecken müssen, von Beginn an feldüberlegen. In der ersten halben Stunde hatte die Hertha über 70 Prozent Ballbesitz, jedoch sorgte gegen die defensiv ausgerichteten Gäste zu Beginn nur eine missglückte Flanke von Patrick Ebert für Torgefahr. Doch die Hereingabe des Mittelfeldspielers klatschte gegen den Pfosten (12.).

U21-Jung-Nationalspieler Lasogga, der Ende März sein Debüt im deutschen Trikot gegeben hatte, sorgte sechs Minuten vor der Halbzeitpause für die Berliner Führung. Nach einem scharfen Pass von Christian Lell, lupfte der 19-Jährige mit dem Außenrist den Ball über den Paderborner Torhüter Daniel Masuch.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit besorgte Mijatovic die 2:0-Pausenführung. Nach einer Ecke von Ebert köpfte der Innenverteidiger aus kurzer Distanz ein.

Nach der Pause zeigten sich die Gäste zwar mutiger und engagierter im Spiel nach vorne, wirklich gefährlich kamen aber nur die Berliner vors Tor. Nach einem schönen Sololauf von Nikita Rukavytsya verpasste Adrian Ramos die Flanke freistehend vor dem leeren Tor nur knapp (58.). Paderborns Markus Krösche (78.) hatte mit einem Pfostenschuss Pech.

Nach dem Abpfiff streiften sich die Profis T-Shirts mit der Aufschrift "Hey, was fürn Lauf, die Hertha steigt wieder auf". "Diesen Sieg schenken wir dem Trainer. Er hat immer davon geträumt, vor so einer Kulisse gegen Paderborn zu spielen", sagte Kapitän Mijatovic.

Schema: Hertha BSC Berlin - SC Paderborn 2:0 (2:0)

Berlin: Aerts - Lell, Hubnik, Mijatovic (76. Neumann), Kobiaschwilli - Niemeyer, Raffael - Ebert (90. Nico Schulz), Rukavytsya (59. Lustenberger) - Lasogga, Ramos. - Trainer: Babbel

Paderborn: Masuch - Wemmer, Mohr (86. Jansen), Strohdiek, Raitala - Alushi, Krösche - Brandy (87. Palionis), Heithölter - Jorge Mosquera (46. Wachsmuth), Brückner. - Trainer: Schubert

Schiedsrichter: Marc Seemann (Essen)

Tore: 1:0 Lasogga (39.), 2:0 Mijatovic (45.+1)

Zuschauer: 70.621

Beste Spieler: Lasogga, Lell - Brückner, Brandy

Gelbe Karten: Lasogga (4), Neumann (2) - Heithölter (4), Brückner (4)

Torschüsse: 11:8

Ecken: 7:2

Ballbesitz: 55:45 Prozent

Fouls: 20:12

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