Volleyball

Wiesbaden droht die Insolvenz

Volleyball-Bundesligist VC Wiesbaden steht vor dem wirtschaftlichen Ruin. Die Deckungslücke im Etat der Volleyballerinnen soll sich nach Angaben des seit zwei Wochen amtierenden VCW-Vorsitzenden Georg Kleinekathöfer auf fast 400 000 Euro belaufen. Dies berichtet der „Wiesbadener Kurier“. „Bevor ich mein Amt übernommen habe, war die Summe von 150 000 Euro genannt worden“, erklärte Kleinekathöfer. Die Zahlen hatte ihm der kommissarische Vorsitzende Detlev Sieber genannt.

Vor allem die Personalkosten und die Sozialabgaben belasten den letztjährigen Vize-Meister. Nach Durchsicht aller Dokumente belaufen sich die Verbindlichkeiten bisher auf 371 000 Euro. Trainerin Xiaojun Yang soll nach Informationen des „Wiesbadener Kurier“ 70 000 Euro netto pro Jahr verdienen. Für die Chinesin ist die Arbeit beim VCW ein Nebenjob. Die beiden Hauptsponsoren Envacom und ABS Global Factoring sollen nicht bereit sein, die Deckungslücke zu schließen. Mit einer „geballten Solidaritätsaktion“ will Kleinekathöfer die drohende Insolvenz noch abwenden.