Bayern München

Uli Hoeneß rechnet fest mit Heynckes-Rückkehr

Bayern-Präsident Hoeneß ist optimistisch, dass Jupp Heynckes zum dritten Mal als Trainer in München anheuert. Außerdem äußert er sich zum Trainerkarussell.

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Uli Hoeneß geht sehr optimistisch die Rückholaktion Jupp Heynckes an: Der Präsident des deutschen Rekordmeisters Bayern München ist zuversichtlich, dass der 65-Jährige zum dritten Mal als Chefcoach beim deutschen Vorzeigeklub anheuert. „Grundsätzlich sind beide Seiten interessiert. In den nächsten Tagen wird es Gespräche geben. Ich denke, dabei wird etwas Gutes herauskommen. Der Aufsichtsrat wird das genehmigen“, sagte der Bayern-Präsident bei einem Gesprächstermin mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Heynckes hatte am vergangenen Montag verkündet, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Bayer Leverkusen nicht verlängern zu wollen. Der erfahrene Coach, mit Real Madrid 1998 Gewinner der Champions League, war bereits zweimal (1987 bis Oktober 1991 und Ende der Saison 2008/2009) beim FC Bayern als Cheftrainer tätig.

Für Bayern-Mittelfeld-Ass Bastian Schweinsteiger wäre Heynckes auf jeden Fall eine „sehr gute Wahl“ als Nachfolger des Niederländers Louis van Gaal, der die Bayern am Saisonende verlassen wird. „Jupp Heynckes kennt den Verein, hat bereits 2009 für fünf Spiele hier ausgeholfen. Wir haben mit ihm noch die Champions League mit vier Siegen und einem Unentschieden erreicht“, sagte „Schweini“ dem Magazin "stern".

Derweil nahm Hoeneß in Osnabrück zum schnell rotierenden Trainerkarussell in der Bundesliga Stellung: „Ich weiß nicht, ob das ein Zufall ist oder ein Phänomen, mit dem wir leben müssen. Ich habe noch keine endgültige Meinung dazu. Ich glaube, dass der Erwartungshorizont bei den Leuten größer geworden ist. Das Internet trägt dazu bei. Jeder will mitreden und tut das. Die Verantwortlichen einiger Klubs scheinen angesteckt zu sein von dieser verrückten Entwicklung. Wir lassen uns von den Medien zu sehr beeinflussen.“

Der langjährige Bayern-Manager verteidigte indes nochmals die Verpflichtung von van Gaal nach dem Missverständnis Jürgen Klinsmann 2008. „Es war total richtig, nach Klinsmann mit Louis van Gaal einen erfahrenen Fußballlehrer zu holen. Klinsmanns Verpflichtung war ein Riesenfehler. Nach dem Sommermärchen sind doch alle durchgedreht, und keiner hat gemerkt, dass Jogi Löw schon damals die ganze Arbeit gemacht hat. Es hat noch nie einen Trainer gegeben, dem wir reingeredet haben. Wir haben Louis van Gaal nur Ratschläge gegeben. Wenn wir gemeinsam in den Dreck gegangen wären, in dem wir jetzt stecken, wären wir da rausgekommen“, meinte Hoeneß.

Schweinsteiger blickt trotz der jüngsten Misserfolge des FC Bayern optimistisch in die Zukunft. „Ich bin auch jetzt sehr zuversichtlich, dass wir als Verein in den nächsten Jahren gut genug aufgestellt sind, um die Champions League zu gewinnen. Es gibt nicht viele Mannschaften in Europa, die besser sind als wir“, sagte der 26 Jahre alte Nationalspieler dem stern.

Auch für den Fall, dass die Bayern sich nicht für die kommende Saison der Königsklasse qualifizieren sollten, befürchtet Schweinsteiger keinen Aderlass: „Jeder Spieler hier weiß, dass wir eine sehr gute Truppe haben. Ich glaube nicht, dass einer der Führungsspieler gehen wird.“

Nach dem Ausscheiden der Bayern aus der Champions League und dem DFB-Pokal sparte der Co-Kapitän der Bayern nicht an Selbstkritik. „Manchmal gab es Situationen, wo ich noch brutaler hätte sein müssen, um den einen oder anderen aufzuwecken“, sagte Schweinsteiger.