Fussball

Fans wollen Rettung von 1860 verhindern

Der TSV 1860 München kann bei seinem Existenzkampf nicht auf große Hilfe seiner Fans hoffen. Die Petition der „Fanszene 1860" haben bis Sonntag bereits 79 Fanclubs unterzeichnet.

Der TSV 1860 München kann bei seinem Existenzkampf nicht auf große Hilfe seiner Fans hoffen. Die am vorigen Freitag veröffentlichte Petition der „Fanszene 1860“ haben bis Sonntag bereits 79 Fanclubs unterzeichnet und sich gegen eine Rettung des finanziell schwer angeschlagenen Fußball-Zweitligaclubs und für einen Neuanfang ausgesprochen.

Bei einer Demonstration am Samstagabend in der Münchner Innenstadt riefen gerade mal 150 „Löwen“-Anhänger zum Erhalt ihres Vereins auf. Via Internet hatten Sechziger-Fans zu der Veranstaltung aufgerufen. Mit der Demonstration sollte Druck auf die Politik und die Stadt ausgeübt werden. Der Traditionsclub muss bis Mitte dieser Woche acht Millionen Euro auftreiben, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Ein Zwölf-Millionen-Rettungspaket mit Beteiligung eines ausländischen Investors, einer deutschen Privatbank, der Landesbank, der Stadtsparkasse sowie des FC Bayern München soll den Untergang des TSV 1860 verhindern. Eine Lösung wurde trotz intensiven Verhandlungen noch nicht gefunden. „Die Lage bleibt weiter ernst“, sagte

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer. Die Hoffnung, dass auch in der kommenden Saison bei den Sechzigern Profifußball gespielt wird, ist immer noch vorhanden. Womöglich wird dann aber Miroslav Stevic nicht mehr Sportdirektor der „Löwen“ sein. Laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstag) muss der frühere Bundesligaprofi den Verein in Kürze verlassen. „Wir werden ihn bald freistellen. Es hat ja keinen Sinn, ihn jetzt noch in die Planung für die nächste Saison einzubeziehen“, zitierte die „SZ“ einen Vereinsvertreter. Der Vertrag von Stevic läuft am Saisonende aus. Das offizielle Statement des Clubs lautet: „Wir haben uns noch nicht entschieden, ob wir den Vertrag verlängern wollen“. Angeblich soll Stevic Privates mit Beruflichem vermischt haben und ein Geschäftsgebaren an den Tag gelegt haben, das nicht jedem bei

1860 gefällt. Außerdem wird dem 41-jährigen Serben vorgeworfen, überteuerte Verträge abgeschlossen zu haben.