Handball

Flensburg stark – Lemgo trumpft auf

Die deutschen Handball-Clubs bleiben international auf Erfolgskurs. Kiel und Flensburg siegen in der Champions League, in den anderen Wettbewerben haben die Bundesligisten das Halbfinale im Visier.

Die deutschen Handball-Clubs bleiben international auf Erfolgskurs. Kiel und Flensburg siegen in der Champions League, in den anderen Wettbewerben haben die Bundesligisten das Halbfinale im Visier. Leipzig (dpa) – Die deutschen Clubs haben ihre Ausnahmestellung auf Europas Handball-Parkett untermauert. Angeführt von Titelverteidiger THW Kiel, visieren die Bundesligisten in der Champions League die Endrunde an.

Der deutsche Meister feierte am Samstag im Achtelfinal-Hinspiel bei KIF Kolding einen überlegenen 36:29 (17:16)-Erfolg und kann bereits vor dem Rückspiel am kommenden Samstag für das Viertelfinale planen. „Unser erstes Ziel in der Champions League lautet, das Final Four in Köln zu erreichen. Das wird nicht einfach, da es viele gute Mannschaften gibt“, warnte Trainer Alfred Gislason. Eine glänzende Ausgangsposition hat sich auch die SG Flensburg-Handewitt geschaffen: Ohne vier Stammkräfte kam der Bundesliga-Sechste zu einem unerwarteten 27:26 (9:12)-Erfolg bei Pick Szeged in Ungarn.

„Ich bin stolz, das gesehen zu haben. Heute haben alle die Höchstpunktzahl zehn verdient“, sagte Trainer Ljubomir Vranjes, der neben Oscar Carlen, Michael Knudsen und Petar Djordjic kurzfristig auch Abwehrchef Tobias Karlsson ersetzen musste. Einen Befreiungsschlag landete der TBV Lemgo im EHF-Pokal. Nach durchwachsenen Leitungen und dem verkündeten Trainerwechsel zur neuen Saison trumpfte der Cupverteidiger bei „Angstgegner“ Ademar Leon groß auf und gewann sein Viertelfinal-Hinspiel in Spanien mit 31:27 (15:13).

„Das war schon beeindruckend“, befand Geschäftsführer Volker Zerbe, „wir haben nun einen Fuß in der Tür zum Halbfinale, aber wir müssen beim Rückspiel mit unseren Fans im Rücken den gleichen Hexenkessel entfachen wie hier in Leon.“ Bei den Spaniern hatten die Ostwestfalen vor eineinhalb Jahren mit zehn Tore Differenz verloren und die Champions-League-Teilnahme kläglich verspielt. Im gleichen Wettbewerb ging der TV Großwallstadt zwar als Verlierer aus der Halle, kann sich aber nach der 31:32 (17:15)-Niederlage bei Saint-Raphaël HB in Frankreich berechtigte Hoffnungen auf die nächste Runde machen. Leichtes Spiel hatte im Europacup der Pokalsieger der VfL Gummersbach. Der Vorjahres-Champion deklassierte im Viertelfinal- Hinspiel den norwegischen Vertreter Elverum HB mit 44:25 (23:11). Vor

1615 Zuschauern warf Vedran Zrnic (9/2) die meisten Tore für den Gastgeber. „Im Vorfeld wären wir mit einem Vier-Tore-Vorsprung zufrieden gewesen, aber dieses Ergebnis ist natürlich noch besser. Die Mannschaft hat eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt“, sagte Gummersbachs Manager Axel Geerken. In der Bundesliga ist der SC Magdeburg auf dem besten Wege, seine zwei Jahre währende Europacup-Auszeit zu beenden. Der einstige Champions-League-Sieger gewann bei HBW Balingen-Weilstetten mit 32:25 (17:13) und festigte damit den sieben Platz.