Schalke 04

Magath-Entlassung steht nicht auf der Tagesordnung

Am Montag trifft sich Schalkes Aufsichtsrat. Die Entlassung von Trainer Felix Magath ist dann – zumindest offiziell – kein Thema.

Die mögliche Entlassung von Trainer und Manager Felix Magath beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 steht nicht auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am kommenden Montag. Zu dem turnusmäßigen Treffen des Gremiums wurde schon vor längerer Zeit eingeladen, eine kurzfristige Änderung der Agenda wurde den Mitgliedern nicht mitgeteilt.

Um Magath als Vorstandsmitglied zu entlassen, müsste der Aufsichtsrat den 57-Jährigen drei Tage vor einer Sitzung mit diesem Tagesordnungspunkt offiziell einladen. Er bekäme dann Gelegenheit, sich mündlich dazu zu äußern. Offenbar will Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zunächst das „Gespräch unter Männern“ am Wochenende mit Magath abwarten. Dazu hatte der Fleischfabrikant am Donnerstag den Trainer und Manager eingeladen.

Es geht aber wohl nur noch um den Zeitpunkt und die Modalitäten der Trennung. Nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League und den Magath-freundlichen Äußerungen vieler Fans im Stadion, beim Training oder im Internet scheut Tönnies offenbar davor zurück, Magath sofort vor die Tür zu setzen.

Vor dem 3:1 gegen den FC Valencia hatte er noch klar Stellung bezogen und angekündigt, die „Reißleine“ zu ziehen.

Ein wichtiger Magath-Vertrauter musste indes schon gehen. Pressesprecher Rolf Dittrich, den der Coach vom VfL Wolfsburg mitgebracht hatte, wurde freigestellt. Der Klub bestätigte am Freitagmittag die SID-Meldung vom Vorabend. „Er ist somit von allen Tätigkeiten für den Klub entbunden“, hieß es. Die Entscheidung des Vorstands nach Empfehlung des Aufsichtsrates wurde dem 42-Jährigen bereits am Donnerstag mitgeteilt. Dittrich soll nach Meinung der Klubführung mehr Magaths Wohl im Auge gehabt haben als das des Vereins.