2. Fussball-Bundesliga

Pokalfinalist Duisburg blamiert sich gegen Bielefeld

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Der MSV Duisburg verliert sein Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht Arminia Bielefeld und kann den Bundesliga-Aufstieg nun wohl abschreiben.

Pokalfinalist MSV Duisburg rutscht in der 2. Fußball-Bundesliga in die Krise und kann den Aufstieg so gut wie abschreiben. Das Team von Trainer Milan Sasic verlor gegen Tabellen-Schlusslicht Arminia Bielefeld überraschend 1:2 (0:1) und hat nach dem vierten Punktspiel in Folge ohne Sieg bereits sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Einen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg kassierte am Sonntag auch Erzgebirge Aue. Die Sachsen mussten sich im Ost-Duell mit Union Berlin mit einem 0:0 begnügen und verfehlten den Sprung auf den dritten Rang. Im Tabellenkeller hat der FC Ingolstadt durch einen 2:1-Erfolg gegen Alemannia Aachen wieder Anschluss zu den Nicht-Abstiegsplätzen hergestellt. Nach dem zweiten Sieg in Folge hat die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann nur noch einen Punkt Rückstand auf Rot-Weiß Oberhausen, das den rettenden 15. Platz belegt.

Die Arminia begegnete den Duisburgern vor allem in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe und ging durch Josip Tadic (31.) in Führung. Erst nach dem Seitenwechsel fand der MSV ins Spiel und kam durch Kapitän Srdjan Baljak zum Ausgleich (55.). Dennoch erzielte Sebastian Heidinger (87.) den Siegtreffer für die Ostwestfalen, die nach zwölf Spielen in Folge ohne Sieg wieder einen Dreier verbuchten. Dennoch trennen die Arminia noch elf Punkte vom rettenden Ufer.

Duisburgs Trainer Milan Sasic hatte genau die elf Spieler auf das Spielfeld geschickt, die am Dienstag den Einzug ins Pokalfinale nach Berlin perfekt gemacht hatten. Doch diesmal enttäuschten die „Zebras“ auf der ganzen Linie und kam erst nach der Pause etwas besser ins Spiel. Nach dem Ausgleichstreffer verpasste Stefan Maierhofer die große Chance zu Führung, als er per Kopf nur den Pfosten traf (77.).

Schlechte Platzverhältnisse in Aue

15.000 Fans in Aue sahen ein Spiel auf unterdurchschnittlichem Niveau, was auch den äußerst schlechten Platzverhältnissen geschuldet war. Im ersten Durchgang war Aue im Angriff viel zu harmlos und brachte sich mit ungenauen Pässen oft selbst in Verlegenheit. Union spielte durchaus mutig auf, erarbeitete sich aber zunächst keine nennenswerte Torchance.

Nach dem Seitenwechsel nahm Aue das Heft in die Hand, die Qualität des Spiels blieb jedoch auf niedrigem Niveau. Erst in der 63. Minute hatte Enrico Kern die erste Großchance, scheiterte jedoch mit seinem Schuss aus kurzer Distanz an Union-Torwart Marcel Höttecke.

In Ingolstadt erwischte Aachen vor 7235 Zuschauern einen Blitzstart. Schon nach 75 Sekunden nutzte Top-Torjäger Benjamin Auer die Verwirrung in Ingolstadts Defensive und traf aus kurzer Distanz zum 0:1. Doch Marvin Matip (7.) und Stefan Leitl (45.) drehten das Spiel zugunsten der Gastgeber.

( sid/jr )