Weltcup in Fort Kent

Dreifach-Triumph für die deutschen Biathletinnen

Beim Weltcup in Fort Kent in den USA haben die deutschen Frauen im Sprint groß aufgetrumpft. Dabei musste das Team zwei Strafrunden in Kauf nehmen.

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Drei Wochen vor dem WM-Start haben die deutschen Biathletinnen beim Weltcup im amerikanischen Fort Kent groß aufgetrumpft. Dank einer tadellosen Schießleistung sicherte sich Andrea Henkel am Freitag im 7,5-Kilometer-Sprint ihren ersten Saisonsieg. Die beeindruckende Form der DSV-Skijägerinnen untermauerten Miriam Gössner als Zweite und Magdalena Neuner auf dem dritten Rang. Sie hielten trotz zweier Strafrunden die anderen starken Konkurrentinnen in Schach und machten damit den ersten deutschen Dreifacherfolg seit dem 20. Januar 2010 in Antholz perfekt.

"Ich bin sehr zufrieden. Ich wusste, dass ich die Null brauche. Gut, dass alle Scheiben gefallen sind“, sagte Henkel, die bei ihrem 19. Weltcuperfolg in 23:20,0 Minuten 10,9 Sekunden Vorsprung vor Gössner hatte. Der Youngster landete damit zum dritten Mal in dieser Saison auf dem Silberrang. Die 20-Jährige war in der Loipe sogar schneller als die zweimalige Olympiasiegerin Neuner, die 15,8 Sekunden hinter ihrer siegreichen Teamkollegin ins Ziel kam.

Damit verschaffte sich das Trio eine hervorragende Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag. „Wir haben uns schon eine Taktik zurecht gelegt.Da können wir die erste Runde zusammen laufen – und dann schauen wir, was passiert“, sagte Neuner.

Henkel zeigte sich nach einer leichten Magen-Darm-Verstimmung wieder topfit. Vor allem der fehlerlose Auftritt am Schießstand gab ihr Selbstvertrauen. „Aber läuferisch war es auch ganz okay, auch wenn ich mit Miriam und Magdalena nicht ganz mithalten konnte“, meinte Henkel, die die sechstbeste Laufzeit ablieferte. Schnellste war Gössner vor Neuner.

Neuner hatten den Wettkampf eröffnet. Aber mit einem Fehler im liegenden und einem im stehenden Anschlag vergab sie eine noch bessere Platzierung. „Der letzte Fehler war ein Leichtsinnsfehler und hätte nicht sein müssen“, sagte die siebenmalige Weltmeisterin. „Es ist aber ein schönes Gefühl, dass wir alle drei auf dem Podest stehen. Das zeigt, was wir können – vor allem mit Blick auf die WM“, meinte Neuner. Die Weltmeisterschaft im russischen Chanty-Mansijsk startet am 3. März mit der Mixed-Staffel.

Auch Gössner zog ein positives Fazit, wenngleich sie durch zwei Fahrkarten ihren ersten Weltcupsieg vergab. „Die Fehler hätten nicht unbedingt sein müssen, aber ich bin dennoch sehr zufrieden“, meinte sie. Kathrin Hitzer (20.) musste wie Tina Bachmann (22.) dreimal in die Strafrunde. Sabrina Buchholz (2 Fehler) wurde 37.