"Auszeit"

Für Guardiola heißt es Rückenschule statt Rückspiel

Barca-Trainer Guardiola muss wegen Bandscheibenproblemen aussetzen. Vielleicht wird dieser prominente Fall helfen, allgemein gegen Rückenleiden vorzubeugen.

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Die meisten Fehltage bei Arbeitnehmern sammeln sich heutzutage wegen Rückenleiden an, im vergangenen Jahr betrug die Quote in Deutschland stolze 22 Prozent aller Krankschreibungen und lag damit weit vor Atemwegskrankheiten (16 Prozent).

Die dadurch entstehenden Kosten belaufen sich auf einen zweistelligen Milliardenbereich. Kein Wunder also, dass sich die Krankenkassen hier verstärkt im präventiven Bereich engagieren.

Noch mangelt es den Maßnahmen an der nötigen Akzeptanz in der meist nur noch im Sitzen arbeitenden Gesellschaft, um den sich seit Jahren verstärkenden Trend aufzuhalten. Doch vielleicht führt ja ein besonders prominenter Fall nun bei einigen zum Umdenken. Josep Guardiola, Trainer des FC Barcelona, fällt nämlich bis auf weiteres wegen eines Bandscheibenvorfalls aus.

Der 40-Jährige war nach dem 1:0-Sieg der Katalanen beim FC Valencia in der Nacht zum Donnerstag mit starken Rückenschmerzen in ein Krankenhaus in Barcelona gebracht worden. Die Heimpartie gegen Real Saragossa am Samstag wird er nun nicht betreuen können, auch das Rückspiel im Achtelfinale der Champions League gegen den FC Arsenal am Dienstag wohl verpassen.

Über seinen Rekord – 23 Siege in 26 Spielen hatte noch kein Verein der Primera Division geschafft – mochte sich so keiner mehr freuen. Viel mehr denken sie nun wohl auch bei Barca über eine Rückenschule für die Angestellten nach.