Winterspiele 2018

Widerstand gegen Münchens Olympiabewerbung

Spielverderber aus eigenen Reihen haben bereits Berlin und Leipzig scheitern lassen. Auch Münchens Olympiabewerbung fehlt der Rückenwind.

Foto: picture-alliance / Annegret Hils / picture-alliance / Annegret Hils/picture alliance

Der schöne Schein ist im Wettbewerb um das Milliardengeschäft Olympia unentbehrlich. Vor zehn Tagen sagte Deutschlands oberster Sportführer Thomas Bach über Münchens Bewerbung um die Winterspiele 2018: „Wir spüren den Rückenwind in unserem Land.“ Olympiagegner kanzelte er als „fundamentalistische Zukunftsverweigerer“ ab.

Von ihnen gibt es jedoch mehr, als ihm lieb sein kann. Ob renitente Landwirte, die ihren Boden nicht für die teure Party hergeben wollen, oder Naturschützer, die das veranschlagte Umweltbudget von 100 Mio. Euro für ein Feigenblatt halten und das Versprechen „nachhaltiger Winterspiele“ für ein Ärgernis – immer wieder werden die Bemühungen der Bewerber um den Anschein von Geschlossenheit torpediert.

Dass diese nun knapp sieben Monate vor der Vergabe der Spiele der Forderung der Landwirte nach einem Rückzug der Bewerbung nicht nachkommen werden, steht außer Frage. Beunruhigen muss sie gleichwohl die Außenwirkung, die den Entscheidern im IOC nicht entgehen wird. Die letzten beiden Bemühungen um Olympia in Deutschland (Berlin 2000, Leipzig 2012) endeten im Fiasko. Das bleibt als mahnendes Beispiel, auch wenn die Voraussetzungen dieses Mal nach wie vor günstiger scheinen.