"Auszeit"

Festtag für die Basketballer der "California Tech"

Einem amerikanischen Universitäts-Basketballteam gelingt der erste Sieg seit 1985. Die Nerds der kalifornischen Hochschule wollen weiter sportlich fair bleiben.

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Doktortitel sind nun wirklich nicht das Problem für das California Institute of Technology in Pasadena. Selbst Nobelpreise haben ehemalige Absolventen und Vertreter des Lehrkörpers gewonnen, reihenweise sogar, insgesamt waren es bislang 31.

Die Weltraumbehörde Nasa hat hier im beschaulichen Los Angeles County sogar ihr Jet Propulsion Laboratory stationiert, welches den Betrieb von Weltraumsonden überwacht – nicht umsonst wird die auf Ingenieurwissenschaften spezialisierte Universität in diversen Rankings zu den zehn besten der Welt gezählt. Nur im Sport waren die geistig Hochbegabten mitleidig belächelte Sonderlinge, Sportstipendien wurden hier schließlich nie vergeben.

Seit Dienstag ist nun aber alles anders. Da gewann das Basketballteam Beavers (Biber) der „Caltech“ sein letztes Saisonspiel in der Southern California Intercollegiate Conference dank eines erfolgreichen Freiwurfes drei Sekunden vor Schluss 46:45 gegen das Occidental College – und beendete damit eine 310 Ligaspiele andauernde Niederlagenserie. Beim bis dato letzten Sieg im Januar 1985 war keiner der aktuellen Spieler bereits geboren, die derzeit 950 Studenten bildeten also eine Generation hoffnungsloser Verlierer.

„Jeder, der bei uns je mit Basketball zu tun hatte, wird heute ein wenig feiern“, verfiel Trainer Oliver Eslinger dementsprechend auch in Pathos, „aber wir haben noch weitere Ziele in unserem Programm, dieser Sieg war dabei nur der erste Schritt in die richtige Richtung.“

Bis zu einem sportlichen Titelgewinn wird es aber dauern, womöglich gelingt er auch nie. Aber auf unlautere Weise nachzuhelfen, ist offenbar trotzdem keine Option. Dafür ein Bravo!