Tor-Choreografie

Wie Gomez bei Jay Jay Okocha abgekupfert hat

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Bayern-Stürmer Mario Gomez schoss das Siegtor bei Inter Mailand. Und sein anschließender Jubel war eine ganz besondere Hommage an Jay Jay Okocha.

Mit seinem 1:0-Siegtreffer setzte sich Mario Gomez nicht nur an die Spitze der Torschützenliste der Champions League, er huldigte auch einem Idol: Jay Jay Okocha. Wie einst der Nigerianer jubelte der deutsche Fußball-Nationalspieler, indem er das rechte Bein wie bei einer Dehnübung der Oberschenkel-Vorderseite an den Hintern zog und dabei mit dem Körper wippte.

„Ich habe den Jubel bei Jay Jay Okocha gesehen, das war mein erstes Vorbild, meine ganzen Tapeten waren voll mit seinen Postern“, gestand der 25-jährige Gomez, „und da habe ich mir gedacht: komm, mach das irgendwann auch mal so.“

Im Internet schaute sich der Führende der Bundesliga-Torschützenliste erst kürzlich ein paar Treffer des afrikanischen Kunstkickers an, der die Liga in seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt in den 90er-Jahren verzückt hatte. „Ich wusste gar nicht, dass er in England später auch noch so gut war. Er hat unheimlich viele schöne Tore dort noch gemacht“, sagte Gomez.

Okocha bejubelte so einen Treffer in der Nachspielzeit aus dem März 2003. Per Elfmeter hatte er damals zum 1:0 für Bolton gegen Tottenham getroffen. Nun imitierte Gomez eben diese Freude. Nach der ersten K.o.-Serie führt er die Torschützenliste mit sieben Treffern gemeinsam mit Nicolas Anelka und Samuel Eto’o an.

( dpa )