Ski alpin

Österreicher Raich erleidet Kreuzbandriss

Olympiasieger Benjamin Raich hat seinen Einsatz im Mannschaftswettbewerb bei der alpinen Ski-WM teuer bezahlen müssen. Bei einem Sturz in seinem Viertelfinal-Lauf gegen Kroatien erlitt der 32 Jahre alte Österreicher einen Riss des vorderen linken Kreuzbandes, einen Knorpelabbruch des äußeren Schienbeinkopfes und einen Teileinriss des äußeren Meniskus. Der Doppel-Olympiasieger von Turin 2006 und Doppel-Weltmeister von 2005 soll in Innsbruck operiert werden.

„Ich bin sehr aufgewühlt“, sagte Raich am Nachmittag und bedauerte, dass er seine „zwei große Chancen“ im Riesenslalom und im Slalom nicht mehr wahrnehmen kann. Für den ehemaligen Gesamtweltcupsieger, der bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen bisher elf Medaillen gewonnen hat, ist es die erste schwere Verletzung seiner Laufbahn. Der Pitztaler trug es allerdings mit Fassung. Wenn man das Schicksal seines Landsmanns Hans Grugger betrachte, sei seine Situation „wieder relativ harmlos. Ich hoffe, dass bei mir alles gut verläuft.“

Für die österreichischen Männer, die bei der WM bislang ohne Medaille in Einzelrennen sind, ist Raichs „Verletzung ein weiterer schwerer Schlag“, sagte Cheftrainer Mathias Berthold, „einerseits für Benni selbst, für den jetzt die zwei Bewerbe mit den besten Medaillenchancen gekommen wären. Andererseits für die Mannschaft, die mit Benni einen absoluten Topathleten verloren hat.“ In den Einzelrennen belegten die Männer des ÖSV bislang maximal nur zwei Vierte Platz durch Romed Baumann (Abfahrt) und Raich (Super-Kombination). Ohne Raich erreichte die österreichische Mannschaft am Mittwoch beim „Nations Team Event“ das Finale. Dort unterlag sie den Rennläufern aus Frankreich.