Rad

Dopingsünder Ricco muss in Klinik bleiben

Riccardo Ricco muss in der kardiologischen Abteilung des Krankenhauses in Baggiovara/Italien weiter intensiv behandelt werden. Um Infektionen der Lunge und des Herzens zu vermeiden, bekomme der italienische Radprofi Antibiotika und Steroide verabreicht, schrieb die „Gazzetta dello Sport“ am Dienstag. Ricco, der bei der Tour de France 2008 des Dopings überführt und danach gesperrt worden war, war in der vergangenen Woche mit drohendem Nierenversagen ins Krankenhaus gebracht worden. Vorausgegangen war ein offensichtlich fehlgeschlagener Versuch, selbst Eigenblut zu reinfundieren. Davon hatte Ricco den Ärzten berichtet. Nach Informationen der italienischen Sportzeitung wird Ricco, dem eine lebenslange Sperre droht und gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz ermittelt, von einem Bodyguard im Hospital bewacht. Die Staatsanwaltschaft von Modena bestätigte inzwischen, Ermittlungen im Fall Ricco aufgenommen zu haben. In deren Zusammenhang soll auch herausgefunden werden, ob der Radprofi beim riskanten Eigenblut-Doping Hilfe in Anspruch nahm.