Nach der Abfahrt

Kranke Riesch bei der Kombi mit großem Rückstand

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Maria Riesch hat bei der Super-Kombination kaum Medaillenchancen. Nach der Abfahrt liegt die geschwächte 26-Jährige deutlich zurück.

Maria Riesch hat im Kampf um eine zweite Medaille bei der alpinen Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen nur noch Außenseiterchancen. Die WM-Dritte im Super-G wagte sich trotz ihrer noch nicht ganz abgeklungenen Virusgrippe in der Super-Kombination auf die Abfahrt, liegt nach dem ersten Teil des alpinen Zweikampfs aber weit zurück. Vor Maria Riesch liegen zum Großteil Abfahrtsspezialistinnen, ihr jeweiliger Rückstand auf die Konkurrentinnen ist in nur einem Slalom-Lauf (14 Uhr/ZDF und Europsort) allerdings fast nicht mehr aufzuholen.

Trotz des großen Rückstands und erkennbarer körperlicher Probleme will sich die 26 Jahre alte Partenkirchnerin der Herausforderung im Slalom aber stellen. „Ich habe das jetzt geplant, auch wenn meine Chancen sicher nicht die besten sind. Vor mir liegen schon einige, die auch Slalom fahren können, aber wer weiß“, sagte Maria Riesch nach der Abfahrt, die ihr gewaltig an die Substanz ging. Nach dem zweitägigen Kampf gegen den Grippevirus kam sie im Ziel der „Kandahar“ sogar zu Fall, lag lange auf dem Boden und pumpte wie ein Maikäfer. Erst nach aufmunternden Worten des Streckensprechers rappelte sie sich auf.

Auf die führende Elisabeth Görgl, Super-G-Weltmeisterin aus Österreich, hat Maria Riesch einen Rückstand von bereits 2,00 Sekunden, auf die zweitplatzierte Dominique Gisin aus der Schweiz 1, 74 Sekunden und auf die drittplatzierte Anja Pärson aus Schweden 1, 73 Sekunden. Vor der Olympiasiegerin in der Kombination liegen außerdem noch Lara Gut aus der Schweiz, Julia Mancuso aus den USA und Tina Maze aus Slowenien. Allen ist Maria Riesch im Slalom überlegen, allerdings ist ihr Rückstand auf die Konkurrentinnen sehr groß. Im Slalom nicht an den Start gehen wird wie erwartet Lindsey Vonn, die in der Abfahrt 0,40 Sekunden vor Riesch lag.

Ein Verzicht auf die Kombination war für Maria Riesch offenbar nicht in Frage gekommen. „Hallo, das ist eine Heim-WM“, rief sie unter dem Jubel des Publikums ins Stadionmikrofon. Trotzdem war nicht zu übersehen, dass der Virus sie geschwächt hatte - was die Lokalmatadorin auch selbst zugab: „Oben war es noch ganz okay, unten ist mir dann schon ein bisschen die Kraft ausgegangen, ich bin nicht mehr richtig in die Hocke gekommen.“

( sid/jr )