Weltcup

Deutsche Biathleten gewinnen Mixed-Staffel

Vier Wochen vor dem WM-Start haben die deutschen Biathleten die Generalprobe in der Mixed-Staffel gewonnen. Ihre Bilanz: elf Nachlader, aber keine Strafrunde.

Foto: AP / AP/DAPD

Kathrin Hitzer, Magdalena Neuner, Alexander Wolf und Daniel Böhm setzten sich beim Weltcup im amerikanischen Presque Isle in 1:13:31,6 Stunden mit einem Vorsprung von 27,9 Sekunden souverän vor Frankreich durch. Den dritten Platz holte Russland.

Das deutsche Quartett leistete sich zwar insgesamt elf Nachlader, blieb aber ohne Strafrunde. Bei der ersten Mixed-Staffel im Dezember im slowenischen Pokljuka war der Weltmeister nach vier Strafrunden von Miriam Gössner noch enttäuschender Achter geworden.

Das wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit – vor allem in der Männer-Besetzung – nicht die WM-Formation sein. Arnd Peiffer wurde einen Tag nach seinem Sprintsieg ebenso geschont wie Christoph Stephan und Andreas Birnbacher. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis lässt wegen einer Wettkampfpause Presque Isle aus und reist erst am Montag zur zweiten US-Weltcupstation nach Fort Kent.

Bei Sonnenschein und minus acht Grad legte Startläuferin Hitzer mit einer tadellosen Schießeinlage im liegenden und nur zwei Nachladern im stehenden Anschlag los. Sie übergab an Position zwei an Doppel-Olympiasiegerin Neuner. „Ich habe zwar zweimal nachladen müssen, aber es noch gut gerettet“, sagte die 24-Jährige.

Neuner, die im vergangenen Jahr mit der mittlerweile zurückgetretenen Simone Hauswald, Simon Schempp und Peiffer Mixed-WM-Gold gewann, baute mit einer erneut starken Laufleistung und nur zwei Extra-Patronen den Vorsprung auf die Verfolger auf 52 Sekunden aus. „Ich habe versucht, mein Rennen zu machen. Ich wollte vor allem am Schießstand gut arbeiten, aber das ist mir nur teilweise gelungen“, meinte die siebenfache Weltmeisterin.

Wolf, der sich beim Sprint noch fünf Strafrunden geleistet hatte und als 63. gar den Sprung ins Verfolgerfeld am diesem Sonntag verpasste, machte es diesmal besser und musste keine Extra-Meter zurücklegen. „Das hat gutgetan. Ich habe etwas die Nervosität am Schießstand gespürt, aber insgesamt war es ganz ok“, meinte Wolf.

Böhm – erstmals Schlussläufer einer Staffel – brachte den Sieg dann unter Dach und Fach. Er machte damit auch sein schwaches Abschneiden im Sprint vergessen. „Ich bin froh, dass ich die Chance bekommen habe. Ich bin sehr zufrieden“, sagte der Clausthal-Zellerfelder.