Fußball

Fall Roben: Bayern versöhnt sich mit Niederlanden

Der Streit zwischen den Bayern und dem Verband um Verletzungen des Stars ist zu Ende. Als Entschuldigung kommen die Holländer zum Freundschaftsspiel.

Nach monatelangem Tauziehen haben der FC Bayern München und der niederländische Fußball-Verband KNVB ihren Streitfall Arjen Robben beigelegt. Beide Seiten hätten vereinbart, am 22. Mai 2012, einen Tag nach dem DFB-Pokalfinale, ein Freundschaftsspiel in München zu bestreiten.

„Wir sind froh, dieses Thema damit abschließen zu können“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Es ist gut für die Fußballfamilie, dass wir eine faire und zufriedenstellende Lösung gefunden haben.“ Robben hatte nach seinem WM-Einsatz verletzt kein einziges Hinrundenspiel für den FC Bayern absolvieren können.

Wegen seines Ausfalls hatte der deutsche Rekordmeister einen finanziellen Ausgleich vom niederländischen Verband verlangt. „Wir haben akzeptiert, dass es in der grundsätzlichen Diskussion zu keiner Übereinstimmung gekommen war“, sagte KNVB-Direktor Bert van Oostveen, der dem FC Bayern im Laufe der Auseinandersetzung sogar „asoziales“ Verhalten vorgeworfen hatte. „Deshalb war es das Beste, unsere Unstimmigkeiten zu beenden und nach einer Lösung zu suchen, die für beide Seiten tragfähig ist.“

Über Einzelheiten der Vereinbarung sei Stillschweigen verabredet worden. Erst seit Beginn der Rückrunde kann der Niederländer wieder für den FC Bayern auflaufen. Für den langen Ausfall hatte der deutsche Rekordmeister den niederländischen Verband und dessen Arzt verantwortlich gemacht. „Den Spieler trifft natürlich keine Schuld. Jeder Spieler will bei einer WMdabei sein und spielen“, sagte Rummenigge Mitte September.