Leichtathletik

Kenianer Komon gewinnt Berliner 10-Km-Lauf

Einen Weltrekord stellte er zwar nicht auf, doch Sieger Leonard Komon lief über die zehn Kilometer auf der Straße die schnellste Zeit, die jemals in Berlin erreicht wurde.

Leonard Komon aus Kenia hat den 10-Kilometer-Straßenlauf "Grand 10" in Berlin gewonnen, verpasste aber seinen eigenen Weltrekord von 26:44 Minuten.

Der Afrikaner lief am Sonntag mit 27:11 Minuten immerhin die schnellste Zeit, die je in Deutschland über die zehn Kilometer auf der Straße gelaufen wurde. Außerdem durfte sich Komon über die Siegprämie von 30.000 Euro freuen.

"Ich bin nicht nach Berlin gekommen, um einen neuen Weltrekord aufzustellen, ich wollte einfach nur einen guten Lauf hinlegen, und das ist mir gelungen", freute sich der Sieger.

Bei strahlendem Sonnenschein gingen vor dem Schloss Charlottenburg 7145 Läufer zum dritten "Grand-10-Lauf" auf die Strecke, so viele wie noch nie zuvor bei diesem Rennen.

Zweiter wurde sein Landsmann Mike Kigen in 27:25 Minuten vor Jacub Cheshari (28:10), ebenfalls aus Kenia. Der schnellste deutsche Läufer war Mark Schultze auf Platz sieben in persönlicher Bestzeit von 29:40 Minuten.

Bei den Frauen siegte Gortel Agnieszka ebenfalls in persönlicher Bestzeit. Die Deutsch-Polin bewältigte die Distanz in 34:15 Minuten.

Der Lauf, der vorbei an der Siegessäule, der Kaiser-Wilhelm Gedächtnis-Kirche und durch den Zoo führte, war eine einseitige Angelegenheit. Komon dominierte das Feld nach Belieben und setzte sich ab Kilometer acht von Kigen, seinem bis dahin einzigen ernsthaften Konkurrenten ab.

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.