Eisschnelllauf

Claudia Pechstein erleidet Nervenzusammenbruch

Die gesperrte Berliner Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat einen Nervenzusammenbruch erlitten. Anlass war offenbar ein Brief des Bundesinnenministeriums.

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Die Karriere der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein steht vor dem Ende. Nach Informationen von Morgenpost Online hat die derzeit wegen erhöhter Blutwerte gesperrte Eisschnellläuferin einen Nervenzusammenbruch erlitten. Wie ihr Manager Ralf Grengel bestätigte, hat sich die 38-jährige Berlinerin deshalb in psychologische Behandlung begeben.

Auslöser für den Zusammenbruch war nach Angaben von Grengel eine Nachricht, die sie vom Bundesinnenministerium (BMI) erhalten hat. Ihr Antrag auf Sonderurlaub – Pechstein ist als Polizeihauptmeisterin bei der Bundespolizei angestellt – wurde abgelehnt. Zudem wurde ihr mitgeteilt, dass die Mediziner des BMI für sie einen Plan zum Abtrainieren erstellen würden.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hatte schon Mitte August angekündigt, dass die Sportlerin nach der Einstellung des Disziplinarverfahrens umgehend zum Dienst erwartet wird. Pechstein wollte aber mindestens noch die für Mitte bis Ende September avisierte Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts im Revisionsverfahren abwarten, in dem es um ihre Sperre geht. De Mazière machte auch deutlich, dass er davon ausgeht, Pechsteins Karriere sei beendet. Die Sportlerin hatte allerdings kurz zuvor angekündigt, nach Ablauf ihrer Sperre bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi antreten zu wollen.