Leichtathletik

Sprint-Star Bolt will Weitsprung ausprobieren

Vor seinem ersten Auftritt nach der Leichtathletik-WM am Freitag beim Golden-League-Meeting in Zürich überraschte Sprint-Weltrekordler Usain Bolt mit der Ankündigung, "irgendwann mal ernsthaft" den Weitsprung ausprobieren zu wollen. Von dem von seinem Trainer favorisierten Wechsel auf die 400 m hält der Jamaikaner hingegen nichts.

Sprint-König Usain Bolt liebäugelt mit einem „Abstecher“ zum Weitsprung. „Seit meiner Highschool-Zeit habe ich das immer wieder mal probiert. Irgendwann will ich es mal ernsthaft versuchen – und zwar vor dem Ende meiner Karriere. Ich werde das mit meinem Trainer mal diskutieren“, erklärte der 23 Jahre alte Jamaikaner am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Zürich.

Den Zeitpunkt ließ Bolt offen, bisher ist in seiner Statistik auch noch keine Weitsprung-Leistung notiert. Bolt gab zu, dass er nicht einmal den aktuellen Weitsprung-Rekord Jamaikas kennt. Den oft diskutierten Ausflug auf die 400-Meter-Strecke schloss er indes aus.

Beim fünften von sechs Golden-League-Meetings der Leichtathleten startet der dreifache Sprint-Weltmeister von Berlin an diesem Freitagabend über 100 Meter. „Ich bin schon etwas müde, aber morgen werde ich nochmal mein Bestes geben. Dann mache ich vielleicht noch drei Rennen – und die Saison ist für mich beendet“, sagte der schnellste Mann der Welt, der mittags bei einer Autogrammstunde rund 3000 Fans in den Züricher Hauptbahnhof gelockt hatte.

Olympiasieger Bolt führt beim teuersten und am besten besetzten Leichtathletik-Meeting der Welt den Reigen von allein 16 Einzel- Weltmeistern, 14 Olympiasiegern und vier Weltrekordlern an. Der Jamaikaner ist die Attraktion von „Weltklasse Zürich“ im Letzigrund. Erstmals werden alle Athleten mit einer Sonder-Straßenbahn zum Stadion fahren, um Abgase zu vermeiden und die Umwelt zu schonen.

Bereits am Tag vor dem Meeting Bolt seinen 100-m-Fabel-Weltrekord egalisiert - allerdings nur als Puppe. Jeder, der sich einmal dem Temporausch des Supersprinters aussetzen wollte, konnte sich am Donnerstag im Hauptbahnhof mit dem Bolt-Double messen, das in 9,58 Sekunden durch die Bahnhofshalle jagte.

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