Basketball

Nationalspieler Hamann vor Wechsel zu den Bayern

Nach der Vertragsauflösung mit Alba Berlin wechselt Nationalspieler Steffen Hamann wahrscheinlich zu Bayern München, wo er alte Bekannte trifft.

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Sommerzeit ist Reisezeit – auch für Steffen Hamann. Nur verläuft die Route anders als vom Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft geplant. Ei-gentlich wollte er am Montag, gerade zurück von einem Turnier auf Zy-pern, in Berlin nur kurz die Kleidungsstücke austauschen, um dann weiter nach Bamberg zu reisen. Dort findet ab Freitag der Supercup statt, die vorletzte Vorbereitungsetappe auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in der Türkei (28. August bis 12. September). Doch weil sein Verein Alba Berlin dem 29-Jährigen mitteilte, dass auf seine Dienste trotz laufenden Vertrages bis 2011 kein Wert mehr gelegt wird, muss er sich nun sogar auf einen Umzug vorbereiten. Und einen neuen Verein finden.

Das einzig Gute an Hamanns misslicher Lage: Wohin die Reise geht, ist schon so gut wie sicher. Am Mittwoch soll er beim Zweitligisten Bayern München einen Zweijahresvertrag unterzeichnen. Das Angebot gebe es, aber noch sei nichts unterschrieben, dementiert der Spielmacher halbherzig. Zugleich sagt er, die Bayern seien eine „interessante Option und ein Projekt für die Zukunft“. Das kann man so sagen: Die Münchner, die sich jahrzehntelang nur für den Fußball und kaum für den Basketball interessierten, haben offenbar mehr im Sinn als nur den Aufstieg in die Bundesliga.

Bayern holte schon erfahrene Profis

Dafür sprechen ihre Zugänge. Erst wurde Bundestrainer Dirk Bauermann für das Projekt gewonnen. Seitdem folgten Nationalspieler Demond Greene, der Serbe Aleksandar Nadjfeji, der US-Amerikaner Darius Hall und Ex-Nationalspieler Artur Kolodziejski dem Ruf an die Isar - allesamt erfahrene Profis, die jedes Erstliga-Team verstärken würden.

Und nun dazu auch noch Hamann? So wie der gebürtige Franke die Verhältnisse beschreibt, erweckt es den Eindruck, dass er sich mit dem Engagement schon sehr vertraut gemacht hat. Obwohl er ja eigentlich andere Ansprüche stelle, nämlich immer auf höchstem Level anzutreten. „Vielleicht würde es mir nach zehn Jahren Bundesliga und Europapokal mal ganz gut tun, ein bisschen Luft zu holen“, sagt er. „Und jeder weiß, wie gut mein Verhältnis zu Dirk Bauermann ist“, fügt er hinzu. Aber leicht werde es auch in der zweiten Liga nicht, glaubt er, denn: „In jeder Halle wollen sie Bayern München schlagen.“ Mit der Situation kennt Hamann sich aus. Alba Berlin geht es in der Bundesliga genauso.