Basketball-Play-off

Sensations-Aus für Alba Berlin und Oldenburg

Überraschend ist Alba Berlin im Play-off-Viertelfinale der Bundesliga an Frankfurt gescheitert. Gründe für den Misserfolg gibt es einige – es hat auch mit den (vermeintlichen) Führungsspielern zu tun. Der Hauptstadtklub erhielt dabei illustre Gesellschaft: Auch Titelverteidiger Oldenburg ist nämlich raus.

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Aus und vorbei: Der achtmalige deutsche Meister Alba Berlin ist im Play-off der Basketball-Bundesliga bereits im Viertelfinale ausgeschieden. Die Hauptstädter verloren am Mittwochabend Spiel vier der Viertelfinalserie „Best of five“ bei den Skyliners Frankfurt mit 58:69 (27:31) und mussten sich im Duell mit den Hessen damit 1:3 geschlagen geben.

Überragender Akteur bei den Frankfurtern, die die Hauptrunde nur auf Rang sieben beendet hatten, war Derrick Allen mit 26 Punkten und neun Rebounds. Bei den auf der ganzen Linie enttäuschenden Berlinern kam Adam Chubb auf zwölf Zähler. Nach dem frühzeitigen Aus im Pokalwettbewerb, dem Verpassen der Euroleague und der Finalniederlage im Eurocup, dem international zweitwichtigsten Wettbewerb, mussten die erfolgsverwöhnten Berliner damit den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Eine vorzeitige Trennung von Alba-Trainer Luka Pavicevic, der noch einen Vertrag bis 2012 besitzt, steht nicht zur Diskussion. „Wir werden über alles nachdenken, aber darüber nicht“, betonte Alba-Geschäftsführer Marco Baldi nach der Partie bei "Sport 1".

Nach Alba scheiterte Mittwochabend auch Titelverteidiger Oldenburg bereits im Viertelfinale. Die EWE Baskets verloren Spiel vier bei den New Yorker Phantoms Braunschweig mit 76:78 (37:35) und mussten sich in der „Best of five“-Serie damit 1:3 geschlagen geben. Bester Werfer bei den Braunschweigern, die nun auf die Brose Baskets Bamberg treffen, war Brandon Thomas mit 15 Punkten. Bei den Oldenburgern kam Rickey Paulding auf 19 Zähler.

In der Frankfurter Ballsporthalle erwischte Alba vor 4830 Zuschauern einen katastrophalen Start und verschlief das erste Viertel komplett. Bereits nach 1:38 Minuten musste Alba-Coach Luka Pavicevic die erste Auszeit nehmen, um sein Team wachzurütteln. Doch auch nach der Unterbrechung blieb der große Favorit aus der Hauptstadt fast alles schuldig. Zwischenzeitlich zogen die Hausherren auf 14 Punkte davon (22:8), nach den ersten zehn Minuten führten die Frankfurter immer noch mit 22:13.

Im zweiten Abschnitt brachte Nationalspieler Steffen Hamann die Berliner mit zwei Dreiern zurück in die Partie. Doch die Skyliners blieben in einer hektischen und zerfahrenen Partie ein unbequemer Gegner und zogen durch sieben Punkte des überragenden Allen in Serie wieder davon. Weil aber auch die Gastgeber ihre Nerven nicht immer im Griff hatten, konnte Alba bis zur Pause wieder auf vier Zähler verkürzen (27:31).

Nach dem Seitenwechsel brachte Blagota Sekulic die Berliner sogar schnell auf 30:31 heran, aber gerade als die Gäste dran waren, zogen die Frankfurter mit elf Punkten nacheinander wieder davon (42:31). Bei den Berlinern enttäuschten besonders die vermeintlichen Führungsspieler Julius Jenkins (7) und Derrick Byars (5). „Unsere Leistungsträger haben nicht auf dem höchsten Niveau agiert“, meinte Baldi. Die Skyliners gingen so mit einem Zwölf-Punkte-Vorsprung ins Schlussviertel (53:41), den sie sich nicht mehr nehmen ließen. „Wir haben immer an uns geglaubt und wenig über Alba nachgedacht. Das war der Schlüssel“, sagte Frankfurts Kapitän Pascal Roller.