Basketball

Frankfurt Skyliners im Finale gegen Bamberg

Mit einem Sieg in Bremerhaven hat Frankfurt als zweites Team das Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft erreicht. Gegner dort ist Bamberg.

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Zwei verwandelte Freiwürde von Derrick Allen haben die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt zum dritten Mal ins Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gebracht. In einem dramatischen, aber nicht hochklassigen fünften Playoff-Halbfinale siegten die Hessen am Donnerstagabend auswärts mit 56:52 (51:51/27:22) nach Verlängerung bei den Eisbären Bremerhaven und entschieden die „best-of-five“-Serie knapp mit 3:2 für sich. Der nervenstarke Allen, der mit 15 Punkten erfolgreichster Frankfurter Spieler war, beendet fünf Sekunden vor Ende der Verlängerung die Endspiel-Hoffnungen der Eisbären. Im Finale trifft das Team von Skyliner-Coach Gordon Herbert auf die Brose Baskets Bamberg, die zuvor die Braunschweig Phantoms klar mit 3:0 ausgeschaltet hatten. Die erste von maximal fünf Partien findet bereits am Sonntag in Bamberg statt. In der erstmals ausverkauften Bremerhavener Stadthalle erwischten die Skyliners den besseren Start. Spielmacher Aubrey Reese stand trotz seiner Kniebeschwerden in der „starting five“ und war an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt. Allerdings kassierte der Amerikaner früh sein zweites Foul (7. Minute) und musste wieder auf der Bank Platz nehmen. Dennoch gingen die Hessen verdient mit einer

27:22-Führung in die Halbzeit-Pause. Das Polster hätte allerdings viel höher sein müssen. Bremerhaven agierte äußerst nervös und verkrampft, kaum ein Wurf fand sein Ziel. Auch Louis Campbell, der das vierte Spiel in Frankfurt fast im Alleingang entschieden hatte, war zunächst von der Rolle. Weil die Gäste ihre Angriffe aber viel zu überhastet abschlossen, hielten die Eisbären immer Kontakt zum Gegner. Die Frankfurter Nachlässigkeiten schienen sich rächen: Campbell (20 Punkte) brachte die Gastgeber mit drei Dreiern wieder heran, und nach 28 Minuten ging Bremerhaven mit 40:38 erstmals in Führung. Danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch mit hoher Intensität und vielen Fehlern. In der fünfminütigen Verlängerung gelang Bremerhaven nur ein Zähler, Frankfurt war einen Tick stärker. Quantez Robertson mit einem Drei-Punkte-Wurf und Allen entschieden letztlich den Halbfinal-Krimi.