Champions-League-Sieger

Lionel Messi – "Der beste Spieler, den es gibt"

Das Champions-League-Finale zwischen dem FC Barcelona und Manchester United war nicht nur das Treffen der weltbesten Fußball-Teams. Es war auch das Duell der beiden überragenden Spieler. Nach dem 2:0-Sieg der Spanier stand der Gewinner des Duells zwischen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo eindeutig fest.

Am Morgen danach glich der römische Hauptbahnhof Termini einem großen Schlafsaal. Viele Fans des FC Barcelona hatten es nach dem 2:0 (1:0)-Sieg im Champions-League-Endspiel über Manchester United gar nicht erst in ihr Hotelzimmer geschafft oder von vornherein auf die Buchung verzichtet. Ihr Optimismus auf eine große Feier war berechtigt, hatte ihre Mannschaft das Spiel im Stadio Olimpico doch überraschend dominiert.

Es war der Abend von Barca. Und es war der Abend von Lionel Messi. Der kleine Argentinier gewann das Duell der Superstars gegen Cristiano Ronaldo um Längen und darf sich nun sicher sein, den Portugiesen in diesem Jahr als besten Spieler der Welt abzulösen. „Dieser Sieg ist der wichtigste in meinem Leben“, jubelte Messi nach der Siegerehrung, „ich bin der glücklichste Mensch auf der Erde. Ich freue mich für mich, für meine Familie und mein Land.“

Wie seine Teamkollegen startete auch Messi sehr nervös ins große Finale. Als Samuel Eto’o aber gleich den ersten Angriff zum 1:0 (10.) nutzte, drehte sich die Partie komplett. Barcelona nahm Manchester in den Würgegriff und ließ bis zum Abpfiff nicht mehr los.

Auch dank eines taktischen Winkelzugs von Trainer Josip Guardiola, der Messi nach der Führung umgehend zurück ins Mittelfeld beorderte. „Diese Maßnahme hat uns das Leben schwer gemacht, es war sehr schwierig, den Ball ins Mittelfeld zu bekommen“, lobte Manchester Alex Ferguson den jungen Kollegen.

Und so war das 2:0 eine logische Folge. Eine Flanke von Xavi köpfte Messi entgegen den Laufrichtung von Torwart Edwin van der Sar ins Netz. „Das Tor hat uns sehr beruhigt“, sagte der Messi, der mit neun Treffern nun Torschützenkönig der Champions League ist und sich nach der Partie vor Lob kaum retten konnte.

Schon bei der Siegerehrung wurde er von Uefa-Präsident Michel Platini, einst selbst ein begnadeter Offensivspieler, besonders lange geherzt. Und Trainer Guardiola sagte: „Lionel hat es heute wieder großartig gemacht. Er ist der beste Spieler, den es gibt.“

Diesen Satz hörte auch Ronaldo schon oft über sich. Am Mittwochabend traf er aber nicht zu. Der Drang ein Tor schießen zu müssen, wirkte fast schon manisch. Der Portugiese nutzte jede Chance zum Abschluss, wurde aber mit jeder Spielminute glück- und hilfloser.

„Alles lief falsch, Barcelona hat völlig verdient gewonnen“, sagte er später.

Und so titelte der „Guardian“ recht treffend: „Messi wird geehrt, Ronaldo floppt“.

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