Fussball-Bundesliga

Spitzenreiter Hertha bekommt Dämpfer in Stuttgart

Hertha bleibt mindestens bis zum 4. April Tabellenführer. Doch in Stuttgart haben die Träume vom Meistertitel einen Dämpfer bekommen. Favres Jungs kamen gegen den VfB einfach nicht zum Toreschießen, musste aber einstecken. Nach zuletzt drei Siegen in Serie unterlagen die Berliner schließlich mit 0:2.

Tabellenführer hat beim VfB Stuttgart eine Niederlage kassiert. Die Schwaben, die einen Platz im UEFA-Pokal anstreben und noch immer ein wenig nach der Champions League schielen, besiegten die Berliner nach einer großteils überzeugenden Leistung mit 2:0 (0:0).

Cacau (47.) mit einem Dropkick und Sami Khedira (51.) mit einem Kopfball nach einem Freistoß von Thomas Hitzlsperger erzielten vor 50.000 Zuschauern die Treffer für die Stuttgarter, die sich gut erholt von der Niederlage bei Werder Bremen (0:4) am Sonntag zuvor zeigten. Der VfB wirkte außerordentlich konzentriert und gefiel mit zum Teil sehr gelungenem, schnellen Direktspiel. Bei Hertha machte sich mit zunehmender Spieldauer der Ausfall von Mannschaftskapitän Arne Friedrich in der 25. Minute bemerkbar.

VfB-Teamchef Babbel hatte seine Mannschaft nach der Schlappe in Bremen auf vier Positionen verändert. Neben dem zuletzt gesperrten Serdar Tasci kamen Ludovic Magnin, Timo Gebhart und eben Cacau in die Anfangsformation. Hertha-Trainer Favre bot beim Tabellenführer Marko Babic für den suspendierten Patrick Ebert auf, musste aber nach 25 Minuten eine weitere außerplanmäßige Änderung vornehmen: Kapitän Friedrich verließ offenbar wegen einer Oberschenkelverletzung den Platz. Für ihn kam Kaka.

Der Personalwechsel bei der Hertha markierte zunächst das Ende der schwungvollen Anfangsphase, in der vor allem die Gastgeber auch gute Möglichkeiten besaßen, nach zum Teil gelungen Kombinationen in Führung zu gehen. Die besten Chancen vergab Mario Gomez, der zuerst nach einem Tänzchen im Strafraum lediglich ein Schüsschen zu stande brachte (11.) und mit einem Schuss von der Strafraumgrenze das Tor der Hertha nur knapp verfehlte.

Chancen vergeben, dann kaum noch gefährlich

Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich der VfB ein klares optisches Übergewicht, bei der Hertha machten sich dabei offenbar von Friedrichs Auswechslung ausgelöste Abstimmungsprobleme in der Abwehrarbeit bemerkbar. Diese nutzten in der zweiten Halbzeit erst der auffällige Cacau auf Vorarbeit von Gomez sowie Khedira, beinahe hätte auch der gute Gomez selbst noch den Ball ins Tor befördert (61.), ebenso wie nochmals Cacau (76.) und Robero Hilbert (81.) .

Auf der Gegenseite hatte Hertha BSC bisweilen erhebliche Probleme, mit konstruktiven Spielzügen vor das Tor der Stuttgarter zu kommen. Torjäger Andrej Woronin hatte nach einer Unachtsamkeit von Hilbert schon früh die Möglichkeit, einen Treffer für die Hertha zu erzielen, zog aber knapp am langen Pfosten vorbei (8.). Danach wurde die Hertha nur ansatzweise gefährlich - in der Regeln fanden Woronin und Co. bei den Stuttgarter Abwehrspielern ihren Meister. Lediglich der eingewechselte Marko Pantelic hatte in der 83. Minute noch eine hervorragende Möglichkeit. Wähernd Cacau und Gomez auf Stuttgarter Seite überzeugten, stach bei der Hertha keiner hervor.