Uefa-Pokal-Qualifikation

Hertha feiert gegen Otaci den höchsten Europapokalsieg

Über vier Tore in einem Europapokalspiel war Hertha BSC bis zum Donnerstagabend nie hinaus gekommen. Doch dann trafen die Berliner auf die Moldawier von Nistru Otaci – und schossen sich so richtig warm für die Saison. Nach einem 8:1 kann der Klub sich schon einmal Gedanken über die zweite Qualifikationsrunde machen.

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Der Fußball-Bundesligist Hetha BSC fertigte im Hinspiel der ersten Qualifikationsrunde den hoffnungslos überforderten moldawischen Erstligisten Nistru Otaci mit 8:1 (5:0) ab.

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Hertha BSC Berlin hat mit dem höchsten Europapokalsieg seiner Vereinsgeschichte souverän den ersten Schritt Richtung Uefa-Cup getan. Der Fußball-Bundesligist fertigte im Hinspiel der ersten Qualifikationsrunde den hoffnungslos überforderten moldawischen Erstligisten Nistru Otaci mit 8:1 (5:0) ab. Als bislang höchste internationale Erfolge standen beim Hauptstadt-Klub zwei 4:0-Siege (2003 gegen Apoel Nikosia und 1978 gegen Esbjerk FB) zu Buche.

Lukasz Piszczek (34./42./80.), Marko Pantelic (15./38.), Raffael (23.), Neuzugang Marc Stein (68.) sowie Steve von Bergen (71.) erzielten die Treffer für die deutlich überlegenen Berliner, die sich über die Fair-Play-Wertung das Startrecht in der Qualifikation gesichert hatten. Andrei Tcaciuc gelang lediglich der Ehrentreffer für die Moldawier.

Für Hertha ist ein Weiterkommen im Rückspiel in zwei Wochen damit reine Formsache. Um in den Uefa-Cup einzuziehen, muss der Klub jedoch auch die zweite Qualifikationsrunde überstehen.

„Das war schön anzusehen. Für die Zuschauer und natürlich auch für mich als Trainer“, sagte Lucien Favre: „Die Mannschaft hat es sich heute selbst leicht gemacht. Wir haben vorher gesagt, wir sehen den Uefa-Cup als große Herausforderung und wollen so weit wie möglich kommen.“

Vor 12.373 Zuschauer im Jahnsportpark wurde von Beginn an ein Klassenunterschied deutlich. Hertha, das zuvor in zwei Testspielen nicht über zwei Nullnummern hinausgekommen war, ließ geschickt Ball und Gegner laufen und erspielte sich eine Reihe von Tormöglichkeiten. Die zwei von Beginn an aufgestellten Neuzugänge Stein und Kaka wussten in der Abwehr zu überzeugen. Vorne wirbelten Pantelic und Raffael die Gästeabwehr gehörig durcheinander.

Otaci, in Moldawien mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen in die neue Saison gestartet, konnte zu keinem Zeitpunkt mit dem Tempo des Gastgebers mithalten. In der zweiten Halbzeit schaltete Hertha einen Gang zurück, ohne die Kontrolle über das Spiel zu verlieren.

Neben den quirligen Pantelic und Ebert wusste bei Hertha auch Piszczek zu überzeugen. Bei den hoffnungslos überforderten Moldawiern überzeigte Roman Timoschenko zumindest kämpferisch als Alleinunterhalter im Angriff.

Statistik:

Berlin: Drobny - Chahed (71. Radjabali-Fardi), Kaka, von Bergen, Stein - Piszczek, Dardai, Kacar (67. Lustenberger), Ebert - Raffael - Pantelic (46. Domowtschijski). - Trainer: Favre

Otaci: Piliuga - Lyba (39. Suruceanu), Soltanici, Mekang, Oyinloye - Alexander Tcaciuc, Grosew - Andrei Tcaciuc, Malitski (72. Walesco), Sawtschenko - Timschenko (66. Roslach). - Trainer: Bunea

Schiedsrichter: Liesvelder (Niederlande)

Tore: 1:0 Pantelic (15.), 2:0 Raffael (23.), 3:0 Piszczek (34. ), 4:0 Pantelic (38.), 5:0 Piszczek (42.), 6:0 Stein (68.), 7:0 van Bergen (71.), 7:1 Andrei Tcaciuc (78.), 8:1 Piszczek (80.)

Zuschauer im Jahnsportpark: 12.373

Rote Karten: keine

Gelb-Rote Karten: keine

Gelbe Karten: Alexander Tcaciuc, Malitski