Alba Berlin

Alba Berlin: Eine Niederlage, die Mut macht

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Marcel Stein
Jaleen Smith (r.) bringt Alba Berlin in der Schlussminute zweimal auf einen Punkt heran gegen Barcelona.

Jaleen Smith (r.) bringt Alba Berlin in der Schlussminute zweimal auf einen Punkt heran gegen Barcelona.

Foto: Andreas Gora / dpa

Alba Berlin verliert gegen Barcelona zum achten Mal in Folge in der Euroleague, zeigt beim 86:88 aber einen großen Kampf.

Berlin.  Johannes Thiemann hatte es in der Hand. Drei Punkte Rückstand, drei Freiwürfe und danach nur noch fünf Sekunden auf der Uhr. Ganz nah war Alba Berlin an der großen Überraschung, hätte den FC Barcelona fast in die Verlängerung gezwungen. Doch Thiemann traf nur zwei- statt dreifach, die Serie des deutschen Meisters verlängerte sich damit auf nun acht Niederlagen hintereinander in der Basketball-Euroleague.

Von den fast 9000 Fans in der Mercedes-Benz Arena wurden die Berliner dennoch gefeiert, sie hatten beim 86:88 (46:45) gegen die Katalanen viel Herz gezeigt. „Genauso müssen wir spielen, mit viel Kampf, Energie. Es hat leider wieder nicht geklappt, aber es ist ein Spiel, auf dem wir aufbauen können“, sagte Thiemann, für dessen Team Tamir Blatt mit 17 Punkten erfolgreichster Werfer war.

Gegen die Spanier, die eines der Spitzenteams in Europa sind, schien sich für Alba alles schnell wie zuletzt gewohnt zu fügen. Zwar erwischte Alba einen passablen Start, doch nach dem 10:10 (4.) zog Barcelona mit traumhaft sicheren Würfen aus allen Lagen schnell davon. Die Berliner bekamen in der Defensive kaum Zugriff und liefen bald einem Rückstand von 13 Punkten hinterher (17:30). Die Eingruppierung in der Tabelle der Euroleague – Alba unter den vier schwächsten Teams, Barca unter den vier besten – fand auf dem Parkett seine Entsprechung.

Alba mit starkem Schlussspurt gegen die Spanier

Allerdings sagt die Rangliste nicht immer alles. Nach ernüchternden Wochen entwickelten die Berliner einen enormen Kampfgeist. Sie packten in der Defensive energischer zu, Barca bekam weniger freie Würfe mühte sich vor allem aus der Distanz. Auch in der Offensive agierte Alba konzentrierter, war effektiv mit Dreiern wie Blatt, der zum 34:34 ausglich (16.) oder ging entschlossen zum Korb mit krachenden Dunks wie Christ Koumadje, der Alba erstmals in Führung brachte (19./41:39).

Die nötige Konstanz aber, die bringt Alba in dieser Saison nicht auf das Feld. Zu Beginn der zweiten Hälfte war vom starken zweiten Viertel nichts mehr übrig. Schnell verloren die Berliner den Anschluss, lagen bald 15 Punkte zurück (27./51:66). Weil die Dreier nicht mehr fielen, die Ballverluste zunahmen gegen die physisch starke Abwehr Gäste. Doch Alba wehrte sich leidenschaftlich gegen die Niederlage, verkürzte auf 71:76 (35.). Die Schlussphase wurde äußerst intensiv, gleich dreimal kam Alba in der letzten Spielminute bis auf einen Punkt heran. „Wir haben die Intensität gehabt, die wir haben müssen“, sagte Geschäftsführer Marco Baldi.

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