Alba Berlin

Alba Berlin feiert höchsten Saisonsieg und zwei Rekorde

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Dietmar Wenck
Tamir Blatt (l.) und Luke Sikma freuen sich über den neunten Alba-Sieg in Folge.

Tamir Blatt (l.) und Luke Sikma freuen sich über den neunten Alba-Sieg in Folge.

Foto: O.Behrendt / picture alliance / contrastphoto

Alba hat zum neunten Mal in Folge als Gewinner das Feld verlassen. Mit 110:70 gelang gegen Heidelberg der höchste Saisonsieg.

Berlin. Das Play-off um die deutsche Basketball-Meisterschaft rückt näher, in knapp zwei Wochen beginnen die Viertelfinalspiele. Und Titelverteidiger Alba Berlin kommt ins Rollen. Gegen Aufsteiger Academics Heidelberg kam die Mannschaft zu ihrem neunten Sieg in Folge. Das sogar auf verblüffend klare Weise: Das 110:70 (51:34) war der bisher höchste Saisonerfolg, 110 Zähler sind die höchste Punktausbeute. 36 Team-Assists bedeuten zudem einen Vereinsrekord, 18 verwandelte Dreier die Einstellung einer Bestmarke.

Die Gäste konnten einem ein bisschen leid tun, so unterlegen waren sie dem deutschen Meister. Schon der Start verlief für sie bitter. Erst in der sechsten Minute hatte Alba seinen ersten Fehlwurf, da stand es bereits 21:6. Luke Sikma brachte die 6000 Zuschauer in der Mercedes-Benz Arena mit einem Pass hinter dem Rücken zum Raunen. Tamir Blatt feierte mit zwölf Punkten und zehn Korbvorlagen ein „Double-double“, zweistellige Werte in zwei Kategorien. Aber besonders die hohe Punktezahl bereitete den Fans Freude.

Louis Olinde muss bei Alba Berlin Donuts ausgeben

„Es ist bei uns eben so“, sagte Louis Olinde, „jeder der bei uns von der Bank kommt, hat unheimlich Bock.“ Wenn dann auch noch alle treffen, erst recht. Der 24-Jährige war gemeinsam mit Yovel Zoosman (beide 17) Topscorer seiner Mannschaft. Er erzielte auch den 100. Punkt per Freiwurf zum 100:64. Das bedeutet, er muss den Kollegen beim nächsten Training eine Runde Donuts ausgeben. „Die werden leider auch immer teurer“, scherzte er beim Magentasport-Interview.

Er wird es verschmerzen. Ihr bestes Viertel hatten die Berliner nach der Pause; den dritten Abschnitt entschieden sie mit 36:11 für sich. „Da hatte Heidelberg schon ein bisschen aufgegeben“, so Olinde. Das war nachvollziehbar, sieben Distanzwürfe Albas segelten allein in dieser Phase in ihren Korb. Fast jeder Schuss war ein Treffer.

Alba Berlin kommt Platz eins immer näher

Auf der anderen Seite funktionierte auch die Alba-Verteidigung, die die beste der Bundesliga ist. Die Academics rannten sich oft fest, kamen nur zu schwierigen Würfen – wenn überhaupt. Allein Kyan Anderson (18 Punkte) hatte dem etwas entgegenzusetzen, doch das war zu wenig. Sie werden es mit Fassung tragen, ihr Ziel Klassenerhalt haben sie längst erreicht.

Alba Berlin kommt nicht nur dem Play-off, sondern auch Tabellenplatz eins immer näher. Bereits am Mittwoch (19 Uhr) daheim gegen die Gießen 46ers könnte der nächste große Schritt dorthin gelingen.

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