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Baldi sieht die Zukunft von Alba Berlin bedroht

Geschäftsführer Marco Baldi sieht die Zukunft von Alba Berlin bedroht.

Geschäftsführer Marco Baldi sieht die Zukunft von Alba Berlin bedroht.

Foto: Sebastian Räppold/Matthias Koch via www.imago-images.de / imago images/Matthias Koch

Alba Berlin will auf anderem Weg an die Spitze kommen. Corona bringt die Mannschaft jedoch in eine "existenzbedrohende Situation".

Geschäftsführer Marco Baldi hat die momentane Lage des deutschen Basketball-Meisters Alba Berlin in der Corona-Pandemie als „existenzbedrohende Situation“ bezeichnet. „Das gilt für alle, die von Besucherinnen und Zuschauern wirtschaftlich abhängig sind“, sagte der 59-Jährige in einem Interview der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“.

Der Club will aber auch in der jetzigen Lage nicht davon abweichen, sowohl im Spitzenbereich mit dem Profi-Team als auch in der Breite aktiv zu sein. „Es ist ein enormer Aufwand, das Boot auf Kurs zu halten“, sagte Baldi, betonte aber auch: „Unser Anspruch bleibt die sportliche Exzellenz, wir wollen um Meisterschaften spielen – und die Basis stabil halten.“

Im Vergleich zum deutschen Rivalen FC Bayern oder den Teams in der Euroleague seien ihnen alle jetzt schon weit voraus, meinte Baldi. „Und das ist okay. Wir gehen einen anderen Weg. In unserem Kader stehen fünf Spieler, die bei uns ausgebildet wurden. Wir verbinden also Basis mit Spitze“, erklärte der Alba-Geschäftsführer.

Mit Blick auf den Konkurrenten aus Süddeutschland ergänzte Baldi: „Bayern hat das dreifache Budget, sie wollen besser früher als später auf den europäischen Thron kommen – und das ist auch gut so. Unser Weg ist ein anderer, wir werden langsamer und anders wachsen. Der Anspruch ist aber derselbe.“

Mit sechs Siegen und elf Niederlagen belegen die Berliner in der Euroleague nur den 15. Platz. Die Bayern sind 13. mit einem Sieg mehr. In der Bundesliga rangiert der Titelverteidiger aus Berlin auf Platz vier, die Münchner sind Tabellenzweiter.

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