Alba Berlin

Alba Berlin stoppt den nächsten Favoriten

| Lesedauer: 2 Minuten
Dietmar Wenck
Maodo Lo (r.) zählte gegen Mailand zu den Besten.

Maodo Lo (r.) zählte gegen Mailand zu den Besten.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Alba Berlin hat in der Basketball-Euroleague einen weiteren Erfolg über einen Favoriten gefeiert. Gegen Mailand siegten sie 81:76.

Berlin. Alba Berlin hat in der Basketball-Euroleague dem nächsten Favoriten ein Bein gestellt. Die Mannschaft von Israel Gonzalez besiegte Armani Mailand, das vergangene Saison im Final Four gestanden hat, nach einer weiteren starken Leistung mit 81:76 (43:33). Die Berliner haben nun fünf Siege und acht Niederlagen auf dem Konto und bleiben in der Tabelle auf Rang 14.

Alba begann gegen das Topteam Mailand so, wie es vor einer Woche gegen das Topteam Maccabi Tel Aviv aufgehört hatte: konzentriert in der Abwehr und auch variabel und vor allem treffsicher in der Offensive. Die Berliner ließen sich dabei nicht von zwei schnellen Dreiern der Gäste durch Nicolo Melli und Malcolm Delaney irritieren. Zum 9:8 brachte Kapitän Luke Sikma seine Mannschaft erstmals in Führung, die rasch auf 19:10 wuchs. Mellis drei frühe Fouls lähmten Mailand zusätzlich.

Bei Alba Berlin läuft Marcus Eriksson heiß

Armani-Coach Ettore Messina zürnte, rief seine Spieler zur Auszeit, und zu Beginn des zweiten Viertels lagen sie tatsächlich ihrerseits 20:19 vorn. Berlin blieb fast fünf Minuten ohne Punkt, fand aber seine Ruhe wieder. Dabei half auch ihre große Rebound-Überlegenheit (42:26), mehr Wurfchancen führten zu mehr Punkten. Als dann auch noch Marcus Eriksson heißlief und drei Dreier verwandelte, auch Maodo Lo traf, hatten sich die Gastgeber schnell wieder einen kleinen Pausenvorsprung herausgearbeitet.

Die wegen der neuen Coronabestimmungen nur zugelassenen 2500 Zuschauer in der Arena waren völlig aus dem Häuschen, als Alba sich nach dem Wechsel sogar noch steigerte. Eriksson traf, wie er wollte (21 Punkte), auch das schnelle Alba-Spiel mit traumhaften Pässen unter den Korb der Mailänder funktionierte. 60:43 hieß es nach 25 Minuten, eine scheinbar komfortable Führung. Doch die Gäste, mit fünf ehemaligen Bundesligaspielern in ihren Reihen, wollten sich nicht so einfach geschlagen geben.

Sie verkürzten zunächst auf 52:62. Und damit nicht genug. Hatte Alba die ersten drei Viertel allesamt gewonnen, drehte Armani nun auf und schien die Partie zu drehen, als Delaney sein Team auf 70:71 heranbrachte. Doch die Gastgeber blieben cool, verwandelten durch Sikma und Louis Olinde wichtige Dreier, Christ Koumadje holte wichtige Rebounds. Der nächste Favorit war gestürzt. Sikma: „Dieses Ergebnis gibt uns großes Selbstvertrauen.“

Mehr über Alba Berlin lesen Sie hier.