Alba Berlin

Alba Berlins erster Heimsieg gegen Maccabi seit 25 Jahren

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Dietmar Wenck
Harter Kampf um den Ball zwischen den Berlinern Luke Sikma (hinten) und Maodo Lo mit Maccabis Keenan Evans.

Harter Kampf um den Ball zwischen den Berlinern Luke Sikma (hinten) und Maodo Lo mit Maccabis Keenan Evans.

Foto: nordphoto GmbH / Engler / picture alliance / nordphoto GmbH / Engler

Alba Berlin hat in der Basketball-Euroleague Maccabi Tel Aviv daheim besiegt – zum ersten Mal seit der Saison 1996/97.

Berlin. Fast 25 Jahre mussten die Fans von Alba Berlin auf diesen Abend warten. Seit der Saison 1996/97, genau seit dem 9. Januar 1997, haben die Berliner in eigener Halle nicht mehr gegen Maccabi Tel Aviv gewonnen. Aber am Donnerstagabend war es so weit: Vor rund 4000 Zuschauern, darunter bestimmt 1000 Maccabi-Fans, siegte der deutsche Meister 91:86 (45:35). Im insgesamt 17. Vergleich war es erst der dritte Erfolg für Alba. Beste Werfer beim Gastgeber waren Marcus Eriksson (19 Punkte) und Christ Koumadje (12).

Beschworen haben es Alba-Spieler und Trainer Israel Gonzalez schon mehr als einmal: Sie sind an einem guten Tag in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Wenn sie so auftreten wie an diesem Abend, trifft das sicher zu. Nicht ein einzelner ragte in der Offensive heraus, die gesamte Mannschaft verteidigte konzentriert. Oscar da Silva glänzte früh mit drei Ballgewinnen. Und Maccabi war beeindruckt.

Bei Alba Berlin überzeugte das ganze Team

Sehr variabel präsentierten sich die Berliner im Angriff. Mal traf Maodo Lo aus verschiedenen Positionen, mal verwandelte Johannes Thiemann seelenruhig zwei Dreier. Ein kleiner Vorsprung nach dem ersten Viertel war der Lohn. Und als die Gäste drauf und dran schienen, das Kommando zu übernehmen, brachte Gonzalez seinen 2,21-Meter-Riesen Christ Koumadje.

Der Mann aus dem Tschad veränderte das Geschehen unter beiden Körben – zu Albas Gunsten. Acht Punkte hatte er zur Halbzeit, ohne Fehlwurf, auch beide Freiwürfe verwandelte er. Und so hatte Israels Serienmeister in der Kabine starken Redebedarf. Mit zehn Punkten Rückstand in die Kabine zu gehen, passte dem sechsmaligen Sieger in der Königsklasse des Basketballs ganz und gar nicht.

Alba Berlin findet immer Antworten

Er antwortete mit Dreiern, durch Scottie Wilbekin (22 Punkte) und Derrick Williams (15). Berlin konterte durch Sikma und Eriksson. Maccabi kam mehrfach auf vier, fünf Punkte heran in der zweiten Hälfte, doch stets hatten die Gastgeber Antworten. Besonders die Israelis aus Alba-Seite, Yovel Zoosman und Tamir Blatt mit jeweils zwei Dreiern, freuten sich über den Erfolg.

Emotional reagierte besonders Zoosman, denn seine Mutter und seine Schwester waren extra aus Israel in die Mercedes-Benz Arena gekommen. Sie erlebten eine Sternstunde in der Geschichte von Alba Berlin.

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