Alba Berlin

Alba Berlin startet in seine russische Woche

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Dietmar Wenck
Auf Luke Sikma (r.) kommt es auch in St. Petersburg und Kasan an. Der Alba-Kapitän ist der effektivste Berliner Spieler in dieser Saison.

Auf Luke Sikma (r.) kommt es auch in St. Petersburg und Kasan an. Der Alba-Kapitän ist der effektivste Berliner Spieler in dieser Saison.

Foto: Andreas Gora / dpa

Für das Pokal-Halbfinale gegen Chemnitz hat sich Alba Berlin qualifiziert. Doch jetzt warten zwei schwere russische Gegner.

Berlin. Einige Wochen lang hatte Alba Berlin in der „Injury List“, die vor jedem Spieltag von der Basketball-Euroleague veröffentlicht wird, einen Spitzenplatz sicher. Darin sind die Verletzten oder Erkrankten aufgezählt, die ein Team zu verkraften hat. Alba hatte viele davon. In dieser Woche tauchen die Berliner in der Liste nicht mehr auf. Sie erfreuen sich sozusagen bester Gesundheit. Was zum Glück fehlt, wären ein paar Siege mehr. Bisher sind es drei aus neun Partien.

Russen haben München besiegt – anders als Alba Berlin

Ob nun ausgerechnet auf der anstrengenden Russland-Reise weitere hinzukommen, erscheint eher fraglich. An diesem Mittwoch in St. Petersburg und am Freitag im fernen Kasan (beide 17 Uhr, Magentasport) wird es schwer zu gewinnen. Beide Klubs haben zuletzt drei Siege aus vier Spielen eingefahren, beide haben Bayern München bezwungen. Bei Alba war es genau andersherum.

Aber es gehört dazu, dass die junge Berliner Mannschaft Geduld braucht. An Energie und Teamgeist mangelt es nicht, nur im Zusammenspiel klappt es nicht wie gewünscht. Das liegt auch daran, dass nun die Rekonvaleszenten wieder ins Gefüge eingebaut werden müssen. Das Ergebnis dessen sieht manchmal schlecht aus wie vergangenen Donnerstag gegen Anadolu Istanbul (63:90) und dann wieder famos wie nur zwei Tage später im Pokal-Viertelfinale in Bayreuth (84:57).

Pokal-Final-Four ist für Alba Berlin noch 31 Spiele entfernt

Letzterer Erfolg bedeutete für die Mannschaft von Trainer Israel Gonzalez die zehnte Teilnahme in Folge am Halbfinale (19./20. Februar) um den deutschen Pokal – eine erstaunliche Leistung. Im Halbfinale allerdings wartet mit den 99ers Chemnitz ausgerechnet die Mannschaft, die Titelverteidiger Bayern München gerade aus dem Wettbewerb geworfen hat. Die Sachsen bemühen sich sogar darum, das Turnier auszurichten.

Das ist eine Weile hin, vorher müssen die Berliner noch 31 Partien bestreiten. Und reisen, wie jetzt. „Gegen Zenit zu spielen, ist keine leichte Aufgabe“, schwant Alba-Guard Jaleen Smith, „sie haben ein sehr ausgeglichenes Team. Wir wollen auf unserer guten Leistung vom Samstag aufbauen.“ Eine Vorstellung wie in Bayreuth wird auch nötig sein, um St. Petersburg eventuell zu überraschen. Die Russen sind – anders als ihre Gäste am Mittwoch – ein klarer Anwärter auf einen Play-off-Platz in der Euroleague.

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( diw )