Alba Berlin

Für Alba Berlin gilt in Bayreuth: Verlieren verboten

Maodo Lo und Marcus Eriksson (v.l.) hatten beim 63:90 gegen Anadolu Efes Istanbul viel Redebedarf.

Maodo Lo und Marcus Eriksson (v.l.) hatten beim 63:90 gegen Anadolu Efes Istanbul viel Redebedarf.

Foto: Andreas Gora / dpa

Alba Berlin muss die deftige Pleite gegen Anadolu Efes schnell abhaken, denn im Pokal wartet schon die nächste Herausforderung.

Berlin. Für Frust bleibt keine Zeit: Bei Alba Berlin richtet sich der Blick nach dem ernüchternden 63:90 in der Euroleague gegen Anadolu Efes Istanbul gleich auf die nächste Partie. Im Viertelfinale des BBL-Pokals müssen die Berliner am Sonnabend beim Ligakonkurrenten Bayreuth ran (20.30 Uhr, Magentasport). „Ein ganz schwieriges Pflaster“, warnt Alba-Manager Marco Baldi: „Das ist eine irre Halle und ein Do-or-die-Spiel. Das ist eine richtige Aufgabe.“

Zum einen tat sich der deutsche Meister in den vergangenen Jahren bei den Franken immer schwer. Von den letzten sechs Auswärtsspielen gingen drei verloren. Zum anderen bleibt wieder kaum Zeit zur Vorbereitung und zur Aufarbeitung der Anadolu-Pleite. „Teil unserer Schwierigkeit ist es halt, solche Spiele auch mal hinzunehmen und im nächsten Spiel wieder voll da zu sein. Da wird sich unsere Reife zeigen“, sagte Forward Oscar da Silva.

In Bayreuth hat Alba Berlin keine berauschende Bilanz

Die Selbstkritik war nach der deutlichen Abfuhr gegen den Euroleague-Titelverteidiger nicht zu überhören „Wir haben einfach schlecht gespielt, defensiv, wie offensiv. Gegen so eine Mannschaft musst du 100 Prozent Energie bringen“, sagte Nationalspieler Maodo Lo. Nach einem guten ersten Viertel ging Alba unter. „Da haben wir uns selbst erst einmal ein Loch gegraben“, fand da Silva.

Für Baldi war es auch eine mentale Frage. „Wir sind so ein bisschen vor unserem eigenen Mut erschrocken und haben ihnen die Initiative überlassen. Und in dem Moment ist es zu Ende. Für fast alle Teams in Europa, für uns ganz sicher“, sagte er.

( dpa )