Basketball

Israelisches Duo will mit Alba Meister werden

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Die beiden Israelis Tamir Blatt (l.) und Yovel Zoosman wollen mit Alba Berlin Titel gewinnen.

Die beiden Israelis Tamir Blatt (l.) und Yovel Zoosman wollen mit Alba Berlin Titel gewinnen.

Foto: Fotoagentur Camera4 / picture alliance / Camera4

Die israelischen Basketballer Tamir Blatt und Yovel Zoosman verstärken das Team bei Alba Berlin.

Berlin. Was für den Beginn eines Basketballspiels gilt, gilt auch für den ersten Medientermin bei einem neuen Klub: Am besten, man wählt erstmal eine sichere Option – so wie die Alba-Zugänge Yovel Zoosman und Tamir Blatt bei ihrer Pressetraining-Premiere am Freitag. „Wir wollen den Pokal und die Meisterschaft holen und uns so gut wie möglich in der Euroleague verkaufen“, sagt Zoosman (23). Schöner hätten es die Verantwortlichen des Deutschen Meisters auch nicht ausdrücken können.

Mit dem Anheuern beim Titelverteidiger ist für die beiden israelischen
Nationalspieler ein kleiner Traum in
Erfüllung gegangen. „Seit über acht Jahren sind wir gute Freunde“, erzählt Spielmacher Blatt (24), der von Hapoel Jerusalem nach Berlin gekommen ist, „und jetzt spielen wir zum ersten Mal gemeinsam in einem Klub. Das ist ein großes Plus, weil es für uns beide unsere erste Station außerhalb von Israel ist. Wir kennen uns gut und können uns austauschen und Dinge gemeinsam erleben.“ Flügelspieler Zoosman spielte zuvor für Albas Euroleague-Konkurrenten Maccabi Tel Aviv.

Als Typen ticken die beiden Neu-Berliner allerdings recht unterschiedlich. Während Zwei-Meter-Mann Zoosman ein harter Verteidiger ist, hat Blatt seine Stärken vor allem in der Offensive. „Wir sind aber beide familiäre Charaktere und verstehen uns auf dem Feld sehr gut. Da reicht schon ein Augenkontakt“, sagt Zoosman, der die Abgänge von Niels Giffey und Simone Fontecchio halbwegs kompensieren soll.

In seinen Augen ist die Umstellung – abgesehen vom Wetter – keine große. „Die Atmosphäre und die Lokalitäten sind in Berlin ähnlich wie in Tel Aviv“, findet er: „Hier kann man jeden Tag etwas Neues entdecken. Ich fühle mich jetzt schon heimisch.“ Sein Deutschunterricht hat bereits Fahrt aufgenommen. „Einige Worte kann ich schon verstehen, aber es ist schon eine schwierige Sprache“, sagt Zoosman.

Schnell integrieren wollen sich die beiden israelischen Nationalspieler auch im Team. „Hier wird ein System gespielt, dass komplett anders ist, als das, was wir bisher hatten“, sagt Blatt. Umso mehr
reden beide nach dem Training mit ihren neuen Kollegen. „Von Training zu Training verstehen wir alles ein Stück besser“, ergänzte Zoosman.

Berliner hoffen zum Ligastart auf eine gut gefüllte Halle

Beide haben sich ganz bewusst für Berlin entschieden. „Alba hat in den letzten Jahren auf allen Positionen Spieler entwickelt, die danach zu größeren Vereinen gewechselt sind und größere Rollen übernommen haben, erklärt Zoosmann, „das war ein Hauptgrund, hierher zu kommen.“

Das Szenario für Albas Saisonstart wird derweil immer klarer. Am Donnerstag, dem 23. September werden die Berliner das Saison-Eröffnungsspiel der Bundesliga gegen Bonn bestreiten – dann endlich wieder vor heimischen Fans. Man befinde sich derzeit in Gesprächen mit dem Senat und arbeite an einer Sondergenehmigung für eine Auslastung mit bis zu 50 Prozent der Arenakapazität, hieß es von Klub-Seite. Auch Dauerkarten werden wieder angeboten.

( BM/dpa )