Alba Berlin

Maodo Lo führt Alba Berlin zum Sieg in Ulm

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Nicht aufzuhalten: Maodo Lo (r.) zeigte im Spiel gegen Ulm eine herausragende Leistung.

Nicht aufzuhalten: Maodo Lo (r.) zeigte im Spiel gegen Ulm eine herausragende Leistung.

Foto: Andreas Gora / dpa

Alba Berlin hat das dritte Halbfinale bei Ratiopharm Ulm mit 80:72 gewonnen und führt in der Serie mit 2:1.

Berlin. Maodo Lo verwandelt einen Dreier, Maodo Lo zieht zum Korb und schließt ab, Maodo Lo gibt kluge Pässe, die zum Korberfolg führen: Angeführt vom Spielmacher der Nationalmannschaft hat Titelverteidiger Alba Berlin trotz seiner personellen Probleme einen großen Schritt Richtung Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft gemacht. Der Titelverteidiger gewann 80:72 (39:37) bei Ratiopharm Ulm und liegt in der Halbfinalserie nach dem Modus „Best of five“ nun 2:1 in Führung. Mit einem weiteren Erfolg am Sonnabend in Ulm würde Alba ins Finale einziehen, bei einer Niederlage gäbe es ein fünftes Spiel am Montag (jeweils 20.30 Uhr, Magentasport) in Berlin.

Die Personalnot der Berliner zeigte sich in Ulm schon beim Einspielen. Da war ein junger Mann dabei, der bisher noch keine Einsatzminuten im Trikot des Titelverteidigers hatte und vielen unbekannt sein dürfte: Christoph Tilly, 18 Jahre jung und 2,10 Meter groß. Auch wenn er erneut nicht spielte, Trainer Aito Garcia Reneses hatte ihn mitgenommen, weil immer noch Luke Sikma, Johannes Thiemann, Louis Olinde und Jonas Mattisseck mit Verletzungen fehlen. Immerhin konnte Peyton Siva nach seinen Problemen mit der Oberschenkelmuskulatur wieder mitwirken.

Alba Berlin findet nur schwer in sein Spiel

Beide Teams taten sich schwer, in die Partie zu kommen – besonders die Gäste. Sie kamen nicht zu gut herausgespielten Abschlüssen, suchten ihr Heil in Distanzwürfen, und die funktionierten anfangs nicht. Auf der anderen Seite fielen etliche Würfe der Schwaben irgendwie in den Alba-Korb, sie führten sogar 18:9. Ausschlaggebend dafür waren zwei Dinge. Alba gestattete ihnen zu viele zweite Chancen durch Offensivrebounds. Und die Schiedsrichter pfiffen reichlich Fouls – Ulm hatte neun Freiwürfe (alle verwandelt) im ersten Viertel, die Berliner keinen.

Aber sie bewahrten Ruhe, und aus einer konzentrierteren Verteidigung gelangen nun einige Schnellangriffe, was Sicherheit brachte. Prompt fielen auch mehr Dreier, durch Jayson Granger, Maodo Lo und Niels Giffey. Die Einwechslung des 2,21 Meter großen Christ Koumadje machte sich auch positiv bemerkbar, und so ging Alba in der 16. Minute durch Simone Fontecchio mit 32:30 erstmals in Führung. Und verteidigte diesen kleinen Vorsprung bis zum Seitenwechsel.

Im letzten Viertel drehen Lo und Fontecchio auf

Nach ausgeglichenem dritten Viertel drehte Alba im Schlussabschnitt auf. Besonders Maodo Lo (21 Punkte, vier Rebounds, sieben Assists) und Simone Fontecchio (19/4/3) raubten den Süddeutschen den Nerv. Jetzt klappte das Berliner Tempospiel. Auch Marcus Eriksson, lange Zeit glücklos mit seinen Würfen, trug jetzt noch acht Punkte zum Teamerfolg bei. Lo gab sich bescheiden nach seiner Galavorstellung: „Das war eine Teamleistung.“ Fontecchio sprach von „guter Defense und ein paar guten Treffern“. Beide waren sich einig, was sie am Sonnabend erwartet: „Das wird ein hartes Spiel.“

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( diw )