Alba Berlin

Fans tragen Alba Berlin zum Sieg

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Dietmar Wenck
Harter Play-off-Kampf: Die Berliner Marcus Eriksson (l.) und Jayson Granger nehmen den Ulmer Andreas Obst in die Mangel.

Harter Play-off-Kampf: Die Berliner Marcus Eriksson (l.) und Jayson Granger nehmen den Ulmer Andreas Obst in die Mangel.

Foto: Andreas Gora / dpa

Vor 1000 lautstarken Fans in der Mercedes-Benz Arena hat Alba Berlin das zweite Halbfinale gegen Ulm 92:78 gewonnen.

Berlin. Das Publikum gab sein Bestes: Endlich, erstmals seit dem 13. Oktober, gab es wieder richtige Basketball-Stimmung in der Mercedes-Benz Arena. Ein Pilotprojekt erlaubte Alba Berlin, zu seinem zweiten Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegen Ratiopharm Ulm 1000 Fans zuschauen zu lassen. Und die verwandelten die Arena nach Kräften in einen Play-off-Ort und hatten ihren Anteil daran, dass der Titelverteidiger 92:78 (47:33) gewann und in der Serie nach dem 71:73 am vergangenen Sonntag zum 1:1 ausglich. Das dritte Spiel findet am Donnerstag (20.30 Uhr, Magentasport) in Ulm statt.

Eine große Enttäuschung gab es vor Beginn des Spiels: Kein Luke Sikma, kein Johannes Thiemann einsatzbereit. Für Louis Olinde ist die Saison wegen seiner Muskelverletzung ohnehin beendet. Nun gesellten sich zwei weitere Profis zum Lager der Angeschlagenen: Jonas Mattisseck hatte sich am Sonntag im ersten Spiel gegen Ulm an der Schulter verletzt. Bei Peyton Siva zwickt die Muskulatur im Oberschenkel.

Alba Berlin trotz Verletzten mit starkem Auftritt

Schlechte Voraussetzungen. Dennoch spielte Alba von Beginn an konzentriert und sehr gut zusammen: Allein zwölf Assists im ersten Viertel verraten, wie die ständige Führung zustande kam, von 9:0 (2. Minute) über 28:18 (10.) bis zum 47:33 (20.). Dies trug die Berliner neben der Anfeuerung durch die Zuschauer. Nach den schwachen Wurfleistungen im ersten Halbfinale tat es gut, dass gleich die ersten beiden Dreier von Niels Giffey Treffer waren. Dass Simone Fontecchio und Marcus Eriksson Dreier folgen ließen.

Zum Glück verließ sich Alba diesmal nicht darauf. Als Ulm Mitte des zweiten Viertels auf vier Punkte herangekommen war, nahm Trainer Aito Garcia Reneses eine Auszeit. Anschließend zogen Fontecchio, Maodo Lo, Jayson Granger zum Korb und punkteten so. Die Schwaben waren irritiert und kassierten noch einen Granger-Dreier zur komfortablen Halbzeitführung für die Gastgeber.

Ulm erhöht gegen Alba Berlin den Druck

Die Gäste kamen mit dem erkennbaren Vorhaben aus der Kabine, den Druck in der Verteidigung weiter zu erhöhen. Es wurde ein Kampf Knochen auf Knochen, der Alba-Spielfluss war kurz dahin, die Berliner wirkten beeindruckt. Ein Dreier von Andreas Obst brachte die athletischen Ulmer heran. Doch die Gastgeber erwiderten den Kampf, zwangen die Süddeutschen zu Ballverlusten. Eriksson traf aus der Distanz. Der Ulmer Dylan Osetkowski musste nach einem Technischen und einem Unsportlichen Foul die Halle verlassen.

Die Stimmung in der Arena wurde immer besser, Play-off-Stimmung. Maodo Lo (20 Punkte) übernahm für den fehlenden Siva viel Verantwortung. Als auch noch Obst ein Technisches Foul bekam, schien der Widerstand der Gäste zu bröckeln. Der starke Granger brachte sein Team 66:50 in Führung. Allerdings ließen die Ulmer einfach nicht nach. Nach einem 7:0-Punkte-Lauf lag Berlin nur noch 66:57 vorn. Erst weitere Punkte von Lo, Fontecchio (17) und Eriksson (14) sicherten den hart erkämpften Erfolg.

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