Alba Berlin

Alba setzt im Play-off das erste Ausrufezeichen

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Inga Böddeling
Alba Berlins Maodo Lo war gegen Hamburg kaum zu stoppen.

Alba Berlins Maodo Lo war gegen Hamburg kaum zu stoppen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Alba Berlin dominiert im ersten Viertelfinal-Spiel gegen die Hamburg Towers und holt einen souveränen Sieg.

Berlin. Maodo Lo nahm die Schlusssirene mit einem Nicken zur Kenntnis. Dem Point Guard von Alba Berlin hätte man am Donnerstagabend aber auch einen deutlich extrovertierteren Jubel nicht krumm genommen. Immerhin hatte der 28-Jährige (19 Punkte) großen Anteil daran, dass der amtierende deutsche Meister mit einem Ausrufezeichen ins Play-off gestartet ist. 82:59 (48:31) hieß es am Ende im ersten Viertelfinal-Spiel gegen die Hamburg Towers.

„Wir hatten eine gute Mentalität“, lobte Coach Aito Garcia Reneses. Seine Mannschaft schien nach dem verlorenen Pokalfinale gegen Bayern München (79:85) vor wenigen Tagen noch eine Menge Frust loswerden zu wollen. „Das hat gut getan“, sagte auch Topscorer Lo, „die Niederlage gegen München hat schon weh getan.“

Drei Leistungsträger fehlen Alba Berlin

Dass mit Luke Sikma und Johannes Thiemann (Muskelverletzungen) gleich zwei Leistungsträger verletzt zuschauen mussten und auch der frischgebackene Papa Jason Granger fehlte, fiel gar nicht weiter auf. Die Berliner kompensierten die Ausfälle von der ersten Minute an. Simone Fontecchio traf nur Sekunden nach dem Anwurf.

Überrascht von einem dominant auftretenden Alba-Team konnte Hamburg kaum mithalten. Schon nach dem ersten Viertel hatten Lo und Co. auf 30:18 gestellt, mussten im zweiten Viertel zwar einen 2:11-Lauf der Gäste hinnehmen, ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen. Im dritten Viertel erhöhte Niels Giffey sogar auf mehr als 30 Punkte Vorsprung – 62:31.

Alba Berlin bangt um Louis Olinde

Zu dem Zeitpunkt hatte Alba aber schon eine Schrecksekunde verkraften müssen. Louis Olinde, bis Anfang des dritten Viertels einer der stärksten Berliner auf dem Feld, blieb nach einem langen Schritt liegen, hielt sich den Oberschenkel und musste schließlich in die Kabine eskortiert werden. Dort blieb der gebürtige Hamburger dann auch für den Rest der Partie.

Ob Olinde für das zweite Spiel der „Best of five“-Serie am Sonnabend (20.30 Uhr) fit wird, bleibt abzuwarten. Lo jedenfalls weiß: „Das wird ein Kampf.“ Immerhin hatte Hamburg beide Spiele in der Hauptrunde gegen Alba gewonnen. „Aber“, war Lo sicher, „wir werden bereit sein.“

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