Alba Berlin

Alba Berlin verliert in Hamburg wertvollen Boden

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Kameron Taylor (M.) wieder einmal schneller als Marcus Eriksson (l.) von Alba Berlin.

Kameron Taylor (M.) wieder einmal schneller als Marcus Eriksson (l.) von Alba Berlin.

Foto: Torsten Helmke via www.imago-images.de / imago images/Torsten Helmke

Alba Berlin verliert in der Basketball-Bundesliga Platz eins aus den Augen. In Hamburg enttäuschte der Meister beim 75:90.

Berlin. Bisher hatte Alba Berlin noch mit Platz eins in der Basketball-Bundesliga geliebäugelt. Nicht mehr ewig hin, dann beginnt das Play-off, und dann ist es wichtig, so gut wie möglich platziert zu sein. Doch am Dienstagabend hat die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses auf dem Weg dorthin wertvollen Boden verspielt. Die Berliner verloren beim Tabellensiebten Hamburg Towers nach einer in der zweiten Halbzeit sehr enttäuschenden Vorstellung mit 75:90 (50:49). „Sehr ärgerlich“, kommentierte Kapitän Niels Giffey, „wir haben uns zu schwer getan, unsere Spielstruktur zu finden.“

In den ersten zwanzig Minuten sah es noch nicht nach der vierten Niederlage im 24. Bundesligaspiel aus. Da überraschten die Hanseaten zwar mit einer sehr guten Leistung und hohen Trefferquoten, aber Alba hatte auf alles eine Antwort, schloss selbst hochprozentig ab, ließ sich selbst von einem Zehn-Punkte-Rückstand beim 20:30 überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Garcia Reneses wechselte den 2,21 Meter großen Christ Koumadje ein, der irritierte die Towers vorübergehend. Und so schafften es die Gäste, mit einem winzigen Vorsprung in die Kabine zu gehen.

Alba Berlin verliert nach der Pause völlig die Kontrolle

Doch wer gedacht hatte, die Kräfte der personell dünner besetzten Gastgeber würden nach der Pause nachlassen, sah sich getäuscht. Alba, ohne seine Spielmacher Maodo Lo (Fußprobleme) und kurzfristig auch Peyton Siva (Magenverstimmung) angetreten, verlor mehr und mehr die Kontrolle über das Geschehen. Die Amerikaner Kameron Taylor und Terry Allen (je 21 Punkte) sowie der Este Mike Kotsar (20) stellten den Favoriten vor unlösbare Probleme. Besonders die sechs Dreipunktewürfe Allens trafen sie immer wieder im falschen Moment.

Dazu blieb die Hamburger Abwehr 40 Minuten lang giftig, der Favorit fand nicht mehr in sein Spiel. „Hamburg hat sehr aggressiv gespielt, das war hart für uns“, sagte Giffey, mit 16 Punkten noch bester Punktesammler seines Teams. Aber das verlor das dritte Viertel 14:21, das vierte 11:20. Eine in der Form sicher nicht erwartete Pleite für die Berliner. Denn bei den Hamburg Towers hatten sie in der vergangenen Saison beim bis dahin einzigen Vergleich noch mit 100:75 gewonnen.

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( BM )