Alba Berlin

Sieben Bamberger beenden Albas Siegesserie

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Bamberg war stark ersatzgeschwächt gegen Alba Berlin. Doch besonders Christian Sengfelder (l.) ließ sich davon nicht aufhalten.

Bamberg war stark ersatzgeschwächt gegen Alba Berlin. Doch besonders Christian Sengfelder (l.) ließ sich davon nicht aufhalten.

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Im Basketball-Klassiker Bamberg gegen Berlin endete Albas Siegesserie – obwohl die Franken nur sieben gesunde Spieler hatten.

Berlin. Der Blick auf die Verletztenliste von Brose Bamberg ließ eigentlich nur einen Schluss zu: Diesmal würde die ebenfalls ersatzgeschwächte, aber fast jeden zweiten Tag national oder international geforderte Mannschaft von Alba Berlin einmal nicht an ihre Grenzen gehen müssen. Nur sieben gesunde Profis standen den Franken zur Verfügung. Doch diese sieben schafften das Unerwartete: Sie gewannen den Basketball-Klassiker gegen Alba verdient mit 76:67 (36:38). Es war die erste Berliner Bundesliga-Niederlage nach zuvor elf Siegen in Folge.

Alba Berlin spielt in Bamberg ohne Energie

„Wir hatten nicht wirklich Energie“, gab Marcus Eriksson zu, mit 16 Punkten noch bester Schütze des deutschen Meisters, „und in der Offensive hatten wir große Probleme.“ Ob die sonst so zuverlässigen Maodo Lo (3 Punkte), Luke Sikma (4) oder Johannes Thiemann (3) – wenig bis nichts wollte ihnen gelingen. Eigentlich hätte den dezimierten Gastgebern die Kraft ausgehen müssen, doch auf dem Bamberger Parkett zeigte sich das Gegenteil. Je länger die Partie dauerte, desto hilfloser und müder wirkte der Favorit aus Berlin.

Dabei führte er kurz nach der Pause nach einem Zwischenspurt mit zwei Eriksson-Dreiern scheinbar beruhigend 46:36. Bei den Brose Baskets standen die sonst so sicheren Schützen David Kravish, Devon Hall oder Bennet Hundt noch bei null Treffern aus dem Feld. Ein anderer Spieler bereitete Alba dafür umso mehr Probleme. Nationalspieler Christian Sengfelder erwischte den besten Tag seiner Karriere, spielte 40 Minuten durch und kam auf Bestwerte von 31 Punkten sowie 17 Rebounds.

Kein Berliner stoppt Christian Sengfelder

Niemand bekam den 25 Jahre alten Power Forward in den Griff, und weil auch der Italiener Michele Vitali (18 Punkte) gut traf, wich mit jeder gelungenen Aktion die vermeintliche Chancenlosigkeit immer größerem Selbstbewusstsein. Aber vermutlich sind auch gerade die Alba-Spielmacher Lo und Jonas Mattisseck, die wegen des Fehlens von Peyton Siva und Jayson Granger viel weniger Ruhepausen bekommen, mit ihren Energiereserven allmählich am Nullpunkt angelangt.

Bitter für die Berliner, dass sich dies in Bamberg mit einer miserablen Wurfquote mischte. Wenigstens ist nun ein wenig Zeit zum Erholen. Die nächste Partie steht für Alba erst am Freitag an: in der Euroleague bei Fenerbahce Istanbul.

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( diw )