Alba Berlin

Alba Berlin hat sich als Favoritenschreck bewährt

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Dietmar Wenck
Simone Fontecchio verspricht auch gegen ZSKA Moskau einen großen Kampf.

Simone Fontecchio verspricht auch gegen ZSKA Moskau einen großen Kampf.

Foto: Andreas Gora / dpa

Vor Alba stehen in der Euroleague vier schwere Aufgaben gegen ZSKA, Real, Bayern und Fenerbahce. Doch Favoriten liegen den Berlinern.

Berlin. Es ist nicht so, dass man bei den nächsten Euroleague-Aufgaben große Erfolge von Alba Berlin erwarten kann. Am Mittwoch ist ZSKA Moskau in Berlin zu Gast, Europas Basketball-Champion von 2016 und 2019. Am Freitag (jeweils 20 Uhr, Magentasport) kommt Real Madrid; die Spanier gewannen die Krone 2015 und 2018. Am 5. Februar müssen die Berliner nach München zum deutschen Gipfeltreffen, und am 19. wartet Fenerbahce Istanbul, 2017 der beste Verein des Kontinents. Nüchtern betrachtet, verheißt das nicht gerade viele Alba-Siege.

Geschäftsführer Marco Baldi sieht seine Mannschaft aber auch gerade in Europa nicht unter dem Druck, Zählbares mitzubringen. "Natürlich müssen wir auf Ergebnisse achten, aber wichtiger für uns ist, dass die Mannschaft sich jetzt wieder möglichst schnell zusammenfindet und weiterentwickelt." Nachdem ein halbes Dutzend Profis aus Verletzungspausen zurückgekehrt sind, nur noch Niels Giffey und Lorenz Brenneke fehlen, sucht das Team noch nach seiner Selbstverständlichkeit im Spiel.

Aito Reneses soll wieder Albas Headcoach sein

Was andererseits nicht bedeuten muss, dass die Berliner, die gegen ZSKA wieder mit Aito Garcia Reneses als Headcoach antreten wollen, gegen Favoriten chancenlos wären. In der Hinrunde haben sie sowohl in Moskau als auch gegen Istanbul gewonnen. Den Bayern schlugen sie in der Bundesliga ein Schnippchen, obwohl Luke Sikma, Peyton Siva, Marcus Eriksson sowie Giffey und Brenneke fehlten. Nur Real ist eine traditionell fast unüberwindbare Hürde: In 15 Vergleichen gab es erst zwei Siege, den letzten im Jahr 2000.

Andererseits war Alba in dieser Saison oft gerade dann besonders stark, wenn niemand mit dem deutschen Meister rechnete. Wie beim ersten Erfolg einer deutschen Mannschaft in Valencia (100:92) Anfang Dezember. Oder in diesem Jahr schon zweimal gegen Spaniens Meister Baskonia Vitoria. Die Moskauer Star-Truppe kommt außerdem nicht mit breitester Brust in die Mercedes-Benz Arena, hat von ihren letzten vier Spielen in der Königsklasse drei verloren.

"Wir werden wie immer unser Bestes geben, vom Tip-Off bis zum finalen Buzzer", verspricht Albas Flügelspieler Simone Fontecchio. Er und seine Mannschaft haben wettbewerbsübergreifend zuletzt vier Mal in Folge gewonnen. "Daran", sagt der Italiener, "wollen wir anknüpfen." Egal, wer kommt.

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