Alba Berlin

So kann sich Alba Berlin aus dem Tabellenkeller kämpfen

Nach dem hart erkämpften Sieg gegen Asvel Villeurbannne empfängt Alba Berlin im nächsten Spiel der Euroleague nun Zenit St. Petersburg.

Aufbauspieler Peyton Siva war für Alba Berlin im Euroleague-Spiel gegen Asvel Villeurbanne der entscheidende Mann des Spiels.

Aufbauspieler Peyton Siva war für Alba Berlin im Euroleague-Spiel gegen Asvel Villeurbanne der entscheidende Mann des Spiels.

Foto: Andreas Gora / picture alliance

Berlin. Der spielentscheidende Mann gab sich bescheiden. Angesprochen auf seinen Drei-Punkte-Wurf zweieinhalb Sekunden vor Schluss bei Alba Berlins Sieg in der Euroleague gegen Asvel Villeurbanne (76:75) am Mittwochabend entgegnete der Basketball-Profi Peyton Siva nur: „Auch andere Spieler von uns haben große Treffer gehabt.“ Und meinte damit Kapitän Niels Giffey, der zuvor bereits einen ähnlich wichtigen Wurf hatte landen können.

Zu viel Selbstlob ist dabei auch für Alba trotz des hart erkämpften Erfolgs gegen die Franzosen nicht angebracht , wenn in der nächsten Partie der Euroleague am Freitag Zenit St. Petersburg zu Gast in der Mercedes-Benz Arena ist (20 Uhr, Magentasport).

Über weite Strecken spielte das nach wie vor von überstandenen Corona-Infektionen und Trainingsausfällen gebeutelte Team schwach, zeitweise lagen die Berliner mit 13 Punkten zurück. Auch der 30-jährige Point Guard Siva, der wie kein zweiter seiner Mannschaftskameraden unter Corona gelitten hat , versemmelte fünf Direktwürfe.

Alba Berlin und St. Petersburg von Corona betroffen

Trotzdem könnte der nächste Gegner Zenit St. Petersburg Alba bei seiner Mission helfen, sich aus dem Tabellenkeller der Euroleague wieder herauszukämpfen. Bisher konnten die Berliner erst in zwei Partien der aktuellen Euroleague-Saison gewinnen.

Zwar steht Zenit momentan noch fünf Plätze vor den „Albatrossen“, doch die Ausgangslagen der beiden Teams ähnelt sich. Nach einem überraschend guten Start mit zwei Siegen gegen Barcelona und Istanbul in die Euroleague, wurden auch die Russen zuletzt durch insgesamt 13 Corona-Fälle und die darauf folgende Spielpause aus ihrem Rhythmus gebracht. Eine ähnlich verunsicherte Mannschaft wie Alba also, gegen die Berliner gewinnen können. In der Vorsaison besiegten sie Zenit in beiden Partien.

Chimki Moskau ist der nächste Gegner von Alba Berlin

Nutzen kann Alba dabei auch den Schwung und das Selbstvertrauen aus seinem knappen Erfolg gegen Villeurbanne . Doch Siva warnt auch: „Wir müssen deutlich fokussierter in das Spiel starten als gegen Asvel und uns offensiv und defensiv steigern, um Zenit schlagen zu können.“

Am 26. November geht es schon im nächsten Heimspiel der Euroleague mit Chimki Moskau gegen eine weitere Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Ein Sieg gegen St. Petersburg im Rücken ergäbe so durchaus die Chance, sich Luft zu verschaffen und sich freizuspielen.

Eins hat Alba jedenfalls trotz aller Probleme am Mittwoch bewiesen: dass sich das Team aus Rückständen zurückkämpfen kann . Auch das Spiel gegen St. Petersburg muss wohl mit dieser Strategie angegangen werden. Anders funktioniert es nicht in einer mehr als ungewöhnlichen Saison.

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