Alba Berlin

Siva feiert glänzendes Comeback mit Alba Berlin

Einen Monat hatte Peyton Siva wegen Corona nicht gespielt. Bei seinem Comeback warf er Alba Berlin zum Sieg gegen Villeurbanne.

Mann des Abends: Peyton Siva (r.) warf Alba zum Sieg.

Mann des Abends: Peyton Siva (r.) warf Alba zum Sieg.

Foto: Andreas Gora via www.imago-images.de / imago images/Andreas Gora

Berlin. Ein solches Comeback wünscht sich wohl jeder Sportler: Peyton Siva kam, sah und siegte mit Alba Berlin in der Basketball-Euroleague gegen Asvel Villeurbanne mit 76:75 (36:43). Für sein Team ein besonders wichtiger Erfolg, denn er gelang gegen einen Kontrahenten, der ebenfalls im Tabellenkeller der Königsklasse steht. Jetzt steht er ganz allein am Ende. „Deshalb war der Sieg so wichtig für uns“, freute sich der Amerikaner, dessen Drei-Punkte-Wurf zweieinhalb Sekunden vor Schluss das Endresultat herstellte.

Ausgerechnet Siva. Der 30-Jährige war der Spieler des deutschen Meisters, der am härtesten von der Infektion mit Covid-19 getroffen wurde. Insgesamt erwischte es sechs Alba-Profis, aber keinen so schlimm wie ihn. Noch am Tag vor dem Spiel hatte Geschäftsführer Marco Baldi angedeutet, dass der Spielmacher weiter geschont werden sollte. Doch nun wurde er in einem kampfbetonten Spiel nach einem Monat ohne Einsatz zum Matchwinner. Entsprechend wurde er nach dem Schlusssignal von seinen Kollegen gefeiert.

In der Mercedes-Benz Arena trafen vor zuschauerleeren Rängen zwei der Klubs aufeinander, die in Europa zu den am schwersten von Corona betroffenen gehören. Dementsprechend war den Kontrahenten anzumerken, dass sie noch weit von einem guten Spielrhythmus entfernt sind. Zudem fehlte Asvel Spielmacher Norris Cole, ein zweimaliger NBA-Champion, wegen einer Adduktorenverletzung. Die Gäste verstanden es, mit konzentrierter Defensive die Alba-Scharfschützen Marcus Eriksson und Simone Fontecchio komplett aus dem Spiel zu nehmen. Und sie hatten ihrerseits einen Mann in den Reihen, der schon aufgrund seiner 2,18 Meter Körpergröße alle anderen überragte: Center Moustapha Fall verwandelte fast jede Aktion im Angriff zu Punkten, in der er angespielt wurde.

Deren 15 hatte er bereits zur Halbzeit, 25 am Ende, dazu zehn Rebounds. Der 19-malige französische Meister, der im fünften Versuch zum fünften Mal in Berlin verlor, führte vor allem seinetwegen beinahe während der gesamten Partie, zu Beginn des letzten Viertels sogar mit 63:50. Doch „wir haben gezeigt, dass wir uns zurückkämpfen können“, sagte Siva. Bei einem 73:75-Rückstand nahmen die Berliner eine Auszeit. Siva sollte zum Korb ziehen, doch Asvel ließ ihn nicht. Also warf er aus der Distanz. „Ich wusste, dass er reingeht“, sagte er. Dabei hatte er alle fünf Versuche vorher vergeben.