Basketball

Alba Berlin spaziert ins Finale gegen Ludwigsburg

Der Weg in die Endspiele um die Basketball-Meisterschaft war leicht für Alba Berlin. Oldenburg wurde erneut klar besiegt, diesmal 81:59

Lorenz Brenneke (M.) von Alba Berlin setzt zum Wurf an. Er und sein Team beherrschten die Baskets Oldenburg beinahe nach Belieben.

Lorenz Brenneke (M.) von Alba Berlin setzt zum Wurf an. Er und sein Team beherrschten die Baskets Oldenburg beinahe nach Belieben.

Foto: Tilo Wiedensohler / dpa

Berlin. Die Spannung war schon vor der Partie raus, der Sieger dieses Halbfinales stand nach dem 92:63 im Hinspiel sowieso bereits fest: Alba Berlin trifft in den Endspielen um die deutsche Basketball-Meisterschaft am Freitag (20.30 Uhr) und Sonntag (15 Uhr, jeweils Magentasport) auf die Riesen Ludwigsburg. Auch im zweiten Vorschlussrundenspiel beim Turnier im Münchner Audi Dome bezwang das Team von Trainer Aito Reneses die Baskets Oldenburg klar mit 81:59 (41:34). „Es ist wichtig, dass wir im Rhythmus geblieben sind und unser Spiel gespielt haben“, sagte Center Johannes Thiemann (11 Punkte/12 Rebounds). Topscorer war Kenneth Ogbe mit 16 Punkten.

Reneses konnte es sich leisten, seinen bei diesem Turnier besten Mann Peyton Siva pausieren zu lassen. Und später auch immer mehr von seinen Stammkräften. Oldenburg leistete immerhin in der ersten Halbzeit noch halbwegs Widerstand. Aber als unmittelbar nach der Pause der erneut sehr treffsichere Marcus Eriksson (12), Landry Nnoko (15) und Ogbe noch einmal das Tempo erhöhten und Alba ruckzuck auf 59:36 davongezogen war, wurde es doch langweilig. Zumal sich Baskets-Star Rasid Mahalbasic lustlos sein fünftes Foul abholte.

Wechselgerüchte um Landry Nnoko stören Alba

Jedes Viertel ging an die Berliner, obwohl sie am Ende fast nur noch ihre Youngster einsetzten – in einem Halbfinale. Das Niveau und die Ausgeglichenheit waren schon mal höher in München als in diesem Spiel. Doch das wird sich, zumindest was die Intensität angeht, beim Finale Alba Berlin gegen die Riesen Ludwigsburg ganz sicher ändern.

Eine gewisse Spannung hatte es nur vor dem Spiel gegen Oldenburg gegeben. Weil die Meldung im Internet kursierte, dass Alba-Center Nnoko angeblich einen Vertrag für nächste Saison bei Roter Stern Belgrad unterschrieben hat. Und dass die Berliner deshalb bereits einen Nachfolger im Visier haben: den US-Amerikaner Ben Lammers (Athletic Bilbao). Der ist auch 2,08 Meter groß wie Nnoko, leider ist er zehn Kilo leichter. Zumindest der Verlust des Kameruners scheint festzustehen. „Es ist noch nichts offiziell“, sagte er bei Magentasport, „ich will mich jetzt auf die Spiele hier konzentrieren und gewinnen.“ Ein Dementi klingt anders.