Basketball

Basketball-Meister Bayern vor dem Aus

Bayern München droht bei der Basketball-Finalrunde das Aus im Viertelfinale. Gegen Ludwigsburg verlor der Titelverteidiger mit 83:87.

Paul Zipser (l.) und seinen favorisierten Bayern ging gegen Teyvon Myers und dessen Ludwigsburgern am Ende die Puste aus.

Paul Zipser (l.) und seinen favorisierten Bayern ging gegen Teyvon Myers und dessen Ludwigsburgern am Ende die Puste aus.

Foto: Tilo Wiedensohler / dpa

München. Dem deutschen Basketball-Meister Bayern München droht beim Bundesliga-Finalturnier das frühe Aus. Der Gastgeber verlor sein Viertelfinal-Hinspiel gegen Geheimtipp Riesen Ludwigsburg mit 83:87 (42:36) und steht vor dem Rückspiel am Freitag gehörig unter Druck. Bereits für die Runde der letzten Vier planen kann dagegen Ratiopharm Ulm nach einem klaren 101:61 (57:30) im Hinspiel gegen die Frankfurt Skyliners.

Die schon in der Gruppenphase zweimal geschlagenen Bayern begannen im leeren Münchner Audi Dome nervös und lagen nach dem ersten Viertel mit 15:21 zurück, kamen bis zur Pause aber zurück. In der Folge entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Im letzten Abschnitt führten die Bayern noch mit 75:69, ehe die Gäste aufdrehten.

Bayern geben sich noch nicht geschlagen

München muss somit im Rückspiel mit fünf Punkten Vorsprung gewinnen. „Wir haben heute mit vier verloren. Aber hier geht es über 80 Minuten, nicht über 40“, sagte Bayerns TJ Bray, der mit zwölf Punkten zweitbester Werfer der Münchner hinter Topscorer Danilo Barthel (20) war. Bei den Gästen überragte Hans Brase mit 18 Zählern. So viele sind ihm nie zuvor in einem Bundesligaspiel gelungen. Ludwigsburgs Trainer John Patrick verwies wie Bray darauf, dass das Duell noch weitere 40 Minuten dauert: „Hier ist noch nichts entschieden.“

Die in der Vorrunde ungeschlagenen Ulmer hatten zuvor den harmlosen Skyliners keine Chance gelassen. Nach dem ersten Viertel stand es bereits 36:15, zur Pause lag der Favorit gar 27 Punkte vorn. „Ich bin sehr beeindruckt von den Ulmern. Sie sind sicher einer der Mitfavoriten“, sagte Bundestrainer Henrik Rödl. Bei Ulm trafen angeführt von Dylan Osetkowski (18 Punkte) gleich fünf Spieler zweistellig, bester Frankfurter Werfer war Yorman Polas Bartolo mit zehn Zählern. sid

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