Basketball

Basketball-Finale soll in München stattfinden

| Lesedauer: 3 Minuten
Sie standen sich im Vorjahrsfinale gegenüber: Alba Berlin (gelbe Trikots) und Bayern München.

Sie standen sich im Vorjahrsfinale gegenüber: Alba Berlin (gelbe Trikots) und Bayern München.

Foto: Andreas Gora / dpa

Die Basketball-Saison soll mit einem Turnier in München abgeschlossen werden – wenn die Politik dem Sicherheitskonzept zustimmt.

Köln. Die Standortfrage ist geklärt, nun sind die Behörden am Zug: Das Finalturnier der Basketball Bundesliga (BBL) soll in München ausgetragen werden. Diese Entscheidung gab die BBL am Montagabend bekannt. Der deutsche Meister Bayern München setzte sich mit dem Audi Dome im Bewerbungsverfahren einstimmig gegen Alba Berlin, die Frankfurt Skyliners und die Telekom Baskets Bonn durch. Das erste Rennen haben die Münchner gewonnen.

„Zunächst einmal spricht es für sich, dass sich gleich vier Bewerber für eine Ausrichtung und damit für unsere Sportart starkgemacht haben“, sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic nach dem Votum, „wir bedanken uns bei der BBL für ihr Vertrauen und hoffen nun mit ­allen Klubs, dass die zuständigen Behörden das Sicherheitskonzept der BBL genehmigen. Wir werden das weiterhin nach Kräften unterstützen, und es freut mich, dass auch die anderen Vereine dafür ihre Zusage gegeben haben.“

Vier Vereine hatten sich beworben, auch Alba Berlin

Bei der Beurteilung gaben mehrere Aspekte den Ausschlag. Grundlegende Anforderungen wie Hotels, Infrastruktur, Arena und Trainingsmöglichkeiten wurden geprüft. München konnte diese Voraussetzungen offenbar am besten erfüllen. „Es gingen vier qualitativ durchweg hochwertige Bewerbungen ein, die alle als Standort in Betracht gezogen werden konnten. Unter Abwägung der vorgelegten Hygiene- und Sicherheitsüberlegungen sowie der kalkulierten Kosten setzte sich der FC Bayern Basketball mit der dazugehörigen Heimspielstätte, dem Audi Dome, knapp durch“, hieß es in einer kurzen Mitteilung der BBL.

Mit der Entscheidung für den Standort in der bayrischen Landeshauptstadt ist eine weitere offene Frage beantwortet, es war aber nicht die letzte. Noch müssen die Behörden grünes Licht für ein Sicherheits- und Hygienekonzept geben. Sollte eine offizielle Freigabe für den Spielbetrieb erteilt werden, könnte auch das Startdatum des Turniers genau terminiert werden. Es soll nach den bisherigen Plänen gut drei Wochen dauern.

Vorgesehen ist eine Austragung im nächsten Monat, spätestens Ende Juni soll der Meister feststehen. Damit alles wie geplant ablaufen kann, muss das Ja aus der Politik bis zum 18. Mai kommen, laut BBL-Geschäftsführer Stefan Holz sei dies der selbst gesetzte Stichtag.

Geht der Daumen hoch, können die zehn noch beteiligten Klubs ab diesem Zeitpunkt zunächst in eigenen Hallen trainieren. Bei Ankunft am Spielort müssten die Teams dann isoliert werden. Gespielt würde das Turnier in zwei Gruppen zu je fünf Mannschaften, es folgen Viertel- und Halbfinale sowie Finale.

Nur Basketball kämpft neben Fußball um Abschluss

Gibt es aber keine Zustimmung von oben, ist die ganze Idee vom Tisch und die Saison für alle Mannschaften vorzeitig vorbei – so wie im Eishockey, Handball oder Volleyball. Der Basketball ist neben dem Fußball die letzte der großen Mannschaftssportarten, die konsequent um die Fortsetzung und den Abschluss der Spielzeit kämpft.

Ursprünglich hatten sich fünf Standorte um die Austragung bemüht, die Baskets Oldenburg zogen ihren Antrag zurück. Die Baskets Bonn hatten sich beworben, ohne Teilnehmer an dem Turnier zu sein. Aber der Verein ist Eigen­tümer des Telekom Domes in der alten Bundeshauptstadt und hatte sich Einnahmen aus der Veranstaltung erhofft. Denn wie im Fußball geht es darum im Basketball ebenfalls – wenn auch nur um ungleich geringere Summen.

( sid/BM )