Basketball

Die Basketball-Bundesliga gibt noch nicht auf

Der Spielbetrieb in der Basketball-Bundesliga wird bis Ende April ausgesetzt. Auch Alba-Manager Marco Baldi hofft auf ein Happy End.

Landry Nnoko, Niels Giffey und Kenneth Ogbe (v. l.) dürfen hoffen, in dieser Saison doch noch Basketball spielen zu können.

Landry Nnoko, Niels Giffey und Kenneth Ogbe (v. l.) dürfen hoffen, in dieser Saison doch noch Basketball spielen zu können.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. So viel kommuniziert wie in diesen Tagen hat Marco Baldi vielleicht sein ganzes Leben nicht. Und dann diese neuen Methoden in den Wochen des Coronavirus: Telefon-Konferenzen, meist sogar Video-Konferenzen. Am Ende, sagt der Geschäftsführer des achtmaligen deutschen Meisters Alba Berlin, „habe ich alles nur noch eckig gesehen“.

Doch immerhin kam am Mittwoch in der abschließenden Runde mit den anderen Teilnehmern etwas heraus, was den Optimismus bewahrt. Die Saison der Basketball-Bundesliga (BBL) wird nicht vorzeitig beendet, wie im Eishockey oder Volleyball. Sie wird nur weiter ausgesetzt, so wie im Handball und Fußball. Die Klubs einigten sich auf einen Aufschub bis mindestens 30. April.

Ziel bleibt, Saison geordnet zu Ende zu spielen

Glauben die 17 Klubs also noch an einen regulären Saisonabschluss? „Natürlich gibt es Hoffnung“, sagte Baldi, „aber ich beziehe das nicht allein auf den Basketball, sondern auf die Gesamtsituation. Es gibt zurzeit wahrlich Wichtigeres als unseren Sport.“ Und niemand kann vorhersagen, wie die Situation in einigen Wochen sein wird. Die Vereine hätten bei all den offenen Fragen, die es gebe, „das einzig Vernünftige entschieden, was man jetzt entscheiden kann“.

Nämlich, dass die Liga zusammenbleibe. Dass man sich bewusst sei, dass nach der Corona-Krise auch noch Basketball gespielt werde. In einer Mitteilung der BBL heißt es: „Es bleibt das erklärte Ziel, die Saison 2019/2020 zu einem späteren Zeitpunkt geordnet zu Ende zu spielen, gegebenenfalls mit einem verdichteten Modus.“

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Vereine erwartet ein existenzgefährdender Schaden

Vielleicht, indem der Tabellenstand vom 12. März herangezogen wird; bis dahin fanden noch Spiele statt. Und dann gleich ein verkürztes Play-off auszutragen, um einen Meister küren zu können. Baldi, der auch BBL-Vizepräsident ist, mag sich an solchen Spekulationen nicht beteiligen. Es gibt so viele verschiedene Szenarien. Die Gespräche mit der BBL und der Euroleague werden weitergehen, alle Klubs versuchen, spielfähig zu bleiben.

Und natürlich, den Schaden zu minimieren. Der wird für die Liga mit ihrem Gesamtumsatz von 145 Millionen Euro einen für einige Vereine existenzgefährdenden Umfang erreichen. Doch immerhin wurde jetzt Zeit gewonnen, an Lösungen zu arbeiten oder, wie Baldi es nennt, „das Boot flott zu halten“. Vorerst bis zum 30. April.