Alba Berlin

Albas Kinderprogramm: Sockenknäuel im Papierkorb versenken

Die Premiere von „Albas täglicher Sportstunde“ bei Youtube wird von den kleinen Fans gut angenommen.

Weil das Alba-Team um Martin Hermannsson nicht spielen kann, bieten die Berliner Bewegungstipps für Kinder im Internet an.

Weil das Alba-Team um Martin Hermannsson nicht spielen kann, bieten die Berliner Bewegungstipps für Kinder im Internet an.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Die Premiere von „Albas täglicher Sportstunde“ auf dem Internetportal Youtube begann mit Verspätung. Rund 4000 Interessierte mussten auf die erste Folge des Berliner Basketballklubs, dessen Angebot, Sport zu treiben – in normalen Zeiten Woche für Woche von über 10.000 Kindern und Jugendlichen wahrgenommen –, eine knappe Viertelstunde warten. In der Kommentarleiste neben dem noch stehenden Bild waren schon da aus allen Ecken der Republik Glückwünsche für die Idee zu lesen, nach Schließung der Kindergärten und Schulen auf diesem Weg zu Sport und Bewegung zu animieren. Die Zeit, bis dann um 10:12 Uhr der zweiminütige Countdown im Stil des Testbildes zu Röhrenfernseherzeiten anlief, wurde mit Kommentaren wie „kiddies sind bereit“, „Geduld wie ein nervöses Eichhörnchen“ und „Wir machen schon mal Kniebeugen“ überbrückt.

Kniebeugen hatten dann die drei Jugendtrainer, die die Premiere von „Albas täglicher Sportstunde“ aus der Kabine der Profimannschaft in der Mercedes-Benz Arena im geforderten Abstand von mindestens zwei Metern zueinander moderierten, nicht im Programm.

Programme für Kita-Kinder und Oberschüler kommen hinzu

Beim Aufwärmen mit Fabian Ottawa ging es eher um Beweglichkeit als um Kraftmeierei. Danach machte Constantin Kern seine teilweise anspruchsvollen Koordinationsübungen nicht mit Bällen, sondern recht inventarschonend mit zusammengeknäulten Socken vor. Nach der Bilder-Geschichte des Basketballs mit Stephi Süss durfte der Klassiker, Socken- und Papierknäuel möglichst oft und genau im zwei, drei Meter entfernten Papierkorb zu versenken, natürlich nicht fehlen. Und zwar mit der linken und der rechten Hand.

Nach 26 Minuten war Albas erste „tägliche Sportstunde“ vorbei, in die sich im Verlauf zwischen 2700 und 4100 Zuschauer eingeklickt hatten. Eine Sendung wie der Breitensport selbst, keine Allüren oder Tricks, kein Glanz, kein Leistungsdruck. Einfach bewegen, auch in Zeiten der geschlossenen Kitas und Schulen. Mehr hatte es nicht sein sollen, und genau das wurde dann auch mit „Super, danke!“ oder „Meine Große war total dabei“ oder „Die Papierbälle flogen durch das Wohnzimmer in die Obstkiste“ honoriert.

Zu Albas Erstling, dem Programm, das sich wochentags um 10 Uhr an Kinder im Grundschulalter richtet, werden ab Freitag (9 Uhr) Sendungen für Kita-Kinder und ab Montag (11 Uhr) für Oberschüler hinzukommen, so dass ab dem kommenden Dienstag alle drei Programme hintereinander angeboten werden.

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