Basketball

Alba plagen massive Verletzungssorgen

Ulm vor der Brust, Oldenburg im Hinterkopf. Doch Alba plagen vor dem Pokalfinale erneut massive Verletzungssorgen.

Alba-Trainer Aito Reneses hat Personalsorgen.

Alba-Trainer Aito Reneses hat Personalsorgen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Auf Alba wartet an diesem Dienstag in Ulm (19 Uhr, Magentasport) das fünfte Spiel in zehn Tagen. An einem Ort also, an dem es sich empfiehlt, mit allem, was man hat, den Gastgebern entgegenzutreten. Genau dazu ist Berlins Basketballteam derzeit jedoch mal wieder nicht in der Lage.

Da in nationalen Wettbewerben maximal sechs ausländische Spieler erlaubt sind, komplettieren in der Regel sechs Deutsche den Zwölferkader. Das wird wohl kaum möglich sein. Schon beim 96:71 am Sonntag gegen Göttingen waren es nur fünf, weil Johannes Thiemann (Schulterverletzung), Kenneth Ogbe (Gehirnerschütterung) und Tim Schneider (Bandscheiben-OP) fehlten. Dann knickte Makai Mason auch noch heftig um und wird nur 48 Stunden später kaum helfen können. Alba läuft mal wieder auf der letzten Rille. Die Ulmer, deren Partie am Sonntag in Bonn wegen des Orkans „Sabine“ abgesagt wurde, bestritten ihr letztes Spiel hingegen vor 16 Tagen.

Alba muss in Ulm Lösungen finden

Wobei die vergangenen Wochen im Schwäbischen auf andere Art und Weise turbulent waren. Der Slowene Zoran Dragic, bis dahin mit 19 Punkten pro Spiel bester Scorer der Bundesliga, verabschiedete sich am 30. Januar überraschend Richtung Spanien. Für ihn kam am vergangenen Donnerstag mit Archie Goodwin (25) ein ehemaliger NBA-Spieler aus der Türkei. „Die werden hellwach sein“, ist sich Marco Baldi auch mit Blick auf die Tabelle sicher. Dort sind die Ulmer als Neunte noch einen Platz von den Play-off-Rängen entfernt.

Alba hat wie geschildert andere Probleme und muss „irgendwie Lösungen finden, aber das ist sehr, sehr schwierig“, sagt Coach Aito Reneses, der angesichts der Belastung seiner Spieler schon nahezu wütend wirkt. Wie schon gegen Göttingen wird er auch in Ulm wieder auf die Youngster Malte Delow (18) und Lorenz Brennecke (20) setzen, was unter Reneses auch völlig normal ist.

Wirklich kompliziert werden die Überlegungen bezüglich möglicher Rückkehrer jedoch erst, weil auf das Gastspiel in Ulm längst schon das Pokalendspiel am Sonntag gegen Oldenburg (20.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena) einen dicken Schatten wirft. Es ist Albas sechstes Finale in nicht ganz drei Jahren, und der Hunger, endlich und noch dazu vor den eigenen Fans den ersten Titel der Ära Reneses zu holen, ist größer alles andere. Albas Stimmung lässt sich in etwa so zusammenfassen: Bei allem Respekt vor Ulm – wenn wir den Pokal holen, ist alles gut …