Basketball

Alba wähnt sich trotz Pleite auf dem richtigen Weg

Trotz der bitteren Niederlage in Oldenburg sieht sich Alba auf dem richtigen Weg. Manager Baldi: „Wir sind nahe am Optimum“.

Albas Niels Giffey (l.) behauptet im Topspiel gegen Oldenburg den Ball gegen Rickey Paulding.

Albas Niels Giffey (l.) behauptet im Topspiel gegen Oldenburg den Ball gegen Rickey Paulding.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Berlin. Manager Marco Baldi hatte nach dem souveränen 98:82 gegen Verfolger Crailsheim bereits geahnt, dass sein Team angesichts des gedrängten Terminkalenders gegen die nationale Konkurrenz noch „hier und da etwas liegen lassen“ würde. Schon eine Woche später war es so weit. Alba verlor am Sonntag in Oldenburg mit 88:93 und startete damit denkbar schlecht in eine Woche, die es in sich hat. An diesem Dienstag tritt Berlins Basketballteam in der Euroleague in Mailand (20.45 Uhr, Magentasport) an, am Donnerstag (20 Uhr) ist mit Real Madrid Europas Hochadel und am Sonntag (15 Uhr) in der Bundesliga mit Göttingen der nächste Verfolger in Berlin zu Gast (beide Spiele in der Mercedes-Benz Arena).

Wiedersehen mit Oldenburg im Pokalfinale in Berlin

Zudem sehen sich Alba und die Oldenburger pikanterweise schon am Sonntag darauf (16.2., 20.30 Uhr) in der Mercedes-Benz Arena im Pokalfinale wieder, und da werden die Baskets jetzt mit breitester Brust antreten. Denn auch Albas Coach Aito Reneses hatte am Sonntag anerkennen müssen, dass Oldenburgs Mannschaft „mit viel Energie und Einsatz ein gutes Spiel gezeigt und hochprozentig getroffen hat“. Tugenden, die man bei Alba zumindest phasenweise vergebens suchte.

Baldi sprach von „Nachlässigkeiten“, seine Mannschaft sei „unkonzentriert gewesen“. Dass ihr jetzt nach nunmehr 40 Pflichtspielen in vier Monaten und der nicht nachlassenden Terminflut, die auf sie wartet, die Puste ausgehen könnte, fürchtet Albas Geschäftsführer jedoch nicht. „Sicherlich gehen individuelle Formkurven derzeit rauf und runter, was auch angesichts der Intensität unseres Programms nachzuvollziehen ist“, sagt Baldi. „Die Mannschaft ist jung, und wir haben aufgrund von Verletzungen viel improvisieren müssen.“

Baldi: Es ist richtig, sich mit den Besten zu messen

Sich trotz der damit einhergehenden übergroßen Belastung in der Euroleague mit den Besten zu messen, sei jedoch genau das, was man wolle. Und „diesbezüglich sind wir unter Berücksichtigung aller Umstände bisher nahe am Optimum“, findet Baldi. Auch nach Niederlagen wie in Oldenburg „aufrecht zu bleiben“, sei das Gebot der Stunde. „Wir sind von dem, was wir tun, überzeugt. Es gibt keinen Grund, über Grundsätzliches nachzudenken.“

Sprach’s und bestieg in Hamburg das Flugzeug nach Mailand, wissend, dass der Countdown zum Wiedersehen mit Oldenburg, bei dem es in knapp zwei Wochen um den ersten Titel der Saison gehen wird, irgendwo im Hintergrund bereits läuft.